70 Jahre NPH: Gemeinsam für Kinder in Lateinamerika
Seit 70 Jahren schenkt NPH Kindern Schutz, Geborgenheit und neue Chancen. Was 1954 mit einem Buben in Mexiko begann, ist heute eine internationale Kinderhilfsorganisation. Auch NPH Österreich blickt auf eine lange Geschichte zurück: 2024 feiern wir 40 Jahre Engagement für Kinder in Lateinamerika.
Alles begann mit Gustavo
Im Jahr 1954 verändert eine Begegnung das Leben vieler Menschen. In einer kleinen Kirche in Mexiko stiehlt ein Bub Geld aus dem Opferstock. Er hat Hunger. Eigentlich soll Gustavo dafür ins Gefängnis. Doch Padre William Wasson entscheidet anders. Er nimmt den Buben bei sich auf. Gustavo bekommt etwas zu essen und einen sicheren Schlafplatz. Vor allem aber findet er jemanden, der sich um ihn kümmert. Diese Entscheidung ist der Beginn von Nuestros Pequeños Hermanos (NPH). Auf Deutsch bedeutet der Name „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“. Padre Wasson gibt Kindern damit etwas, das ihnen bisher fehlte: eine Familie.
Jedes Kind braucht eine Familie. Seit diesem ersten Schritt sind mehr als 20.000 Kinder bei NPH aufgewachsen.
70 Jahre voller Veränderungen
Seit der Gründung hat sich viel verändert. In Lateinamerika sind neue Herausforderungen entstanden. Auch die Arbeit von NPH hat sich weiterentwickelt. Am Anfang standen vor allem Waisenkinder im Mittelpunkt. Heute unterstützt NPH auch gefährdete Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben Gewalt, Armut oder andere traumatische Erfahrungen erlebt. Dabei geht es nicht immer darum, dass ein Kind dauerhaft in einem Kinderdorf lebt. Wenn es möglich und gut für das Kind ist, unterstützt NPH auch die Rückkehr in die eigene Familie. Programme wie ONEFamily helfen dabei. Familien erhalten Unterstützung und können wieder gemeinsam leben.
Das Ziel bleibt dabei immer gleich:
Für jedes Kind soll die beste Lösung gefunden werden.
Denn Familie bedeutet Schutz, Wärme und Geborgenheit.
NPH Österreich wird 40 Jahre
Auch NPH Österreich hat Grund zum Feiern. Am 10. September 1984 wurde der Verein in Wien gegründet. Der damalige Name war noch deutlich länger: „Unsere kleinen Brüder und Schwestern – Verein zur Unterstützung von Waisenkindern“. Ursprünglich war NPH Österreich als Spendenorganisation geplant. Padre William Wasson wollte NPH über Mexiko hinaus ausbauen. Neue Kinderdörfer in Haiti und Honduras waren geplant. Dafür wurden zusätzliche Spenden benötigt. Deshalb kam Padre Wasson nach Europa. NPH Österreich war der erste Verein, den er dort gründete. Später folgten NPH-Organisationen in Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern. So wurde aus einem kleinen Büro in Wien ein wichtiger Teil der internationalen NPH-Familie.
Padre William Wasson: Ein Leben für Kinder
William Wasson wurde am 21. Dezember 1923 in Phoenix, Arizona, geboren. Schon früh beschäftigte ihn die Armut anderer Menschen. Während seiner Zeit in Mexiko entwickelte er eine enge Verbindung zum Land und seinen Menschen. 1953 wurde er zum Priester geweiht. Kurz darauf begann er, bedürftige Kinder mit Essen zu versorgen. Ein Jahr später nahm er das erste verlassene Kind bei sich auf. Damit begann die Geschichte von NPH. Padre Wasson starb am 16. August 2006 in Arizona. Sein Vermächtnis lebt bis heute weiter. Tausende Kinder fanden durch NPH eine Familie. Viele von ihnen geben diese Unterstützung heute selbst weiter.
Gracias
Meilensteine
1954 – Gründung von Nuestros Pequenos Hermanos (NPH): Padre William Wasson nimmt die ersten Kinder bei sich auf; als erstes einen Buben, der für Geld aus dem Opferstock essen stiehlt.
1959 – Die ersten Mädchen werden Teil der NPH-Familie.
1970 – Aus der ehemalige Zuckerrohrplantage Casa San Salvador in Miacatlán, entsteht unser Kinderdorf ersten in Mexiko, in dem bis 2026 viele Kinder ein Zuhause gefunden haben.
1984 – Padre Wasson eröffnet das Büro in Österreich, es war auch das erste in ganz Europa. Die ersten Spenden aus Österreich unterstützen Kinder in Lateinamerika.
1985 – Das Kinderdorf Rancho Santa Fe in Honduras wird fertiggestellt. Aus vier Kindern werden im Laufe der Jahre mehr als 500 Kinder.
1987 – In Haiti entsteht gemeinsam mit Padre Richard Frechette das Kinderdorf St. Helene.
1994 – NPH eröffnet ein Kinderdorf auf der Insel Ometepe in Nicaragua.
1996 – In Guatemala entsteht ein weiteres NPH-Kinderdorf.
1999 -In El Salvador entsteht das Kinderdorf Casa Sagrada Familia für die Waisenkinder des vom Bürgerkrieg geschüttelten Landes.
2003 – In San Pedro de Macoris entsteht unter der Leitung von Kieran Rigney, dem früheren Direktor von NPH Haiti, unser Kinderdorf in der Dominikanischen Republik.
2004 – In Peru wird ein weiteres Kinderdorf eröffnet. NPH blickt auf 50 Jahre Einsatz für Kinder zurück.
2006 – Eröffnung des Neubaus des Kinderkrankenhauses St. Damien in Haiti. Hier versorgen Ärztinnen und Ärzte und Pflegepersonal Kinder uns Erwachsene aus den Armenvierteln. Padre Wasson stirbt im Alter von 82 Jahren in Arizona.
2010 – Ein schweres Erdbeben erschüttert Haiti: Rund 300.000 Menschen sterben, fast ebenso viele werden verletzt. NPH Haiti leistet von Beginn an Nothilfe und weitet seine Programme aus. Wir errichten ausserdem unser zweites Kinderdorf in Haiti – St. Louis. Auf der Insel Ometepe in Nicaragua errichten vier österreichische Volontärinnen das NPH-Projekt Casa Samaritano. In dem wir behinderten Kindern mit Physio- und Ergotherapie helfen.
2012 – Mit Unterstützung aus mehreren europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz) entsteht das Babyhaus St. Anne in Haiti.
2014 – NPH feiert sein 60-jähriges Bestehen.
2016 – Unser ONEFamily Programm zur Reintegration von Kindern in die Ursprungsfamilie, wird aufgenommen. Kinder, die zur ihrer Ursprungsfamilie zurückkehren möchten, werden von NPH dabei unterstützt.
2018 – ONEFamily Programm wird ausgeweitet: Neben den Ursprungsländern Guatemala und Honduras auch auf Mexiko
2019 – Eröffnung des San Jose Family Center in der Gemeinde Mata de Platano in Honduras und des Daily Childcare Center in der Parramos-Gemeinde in Guatemala. Wir bieten den „Chicas Poderosas“ im „San José Familienzentrum“ in Mata de Plátano einen geschützten Raum für Workshops, um ihnen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt zu ermöglichen.
2022 – 2.007 Kinder leben in unseren zehn Kinderdörfern und es gab 211 Neuaufnahmen von Mädchen und Buben.
2024 – Die NPH-Familie feiert 70. Geburtstag. 20.000 Kinder sind bisher dank treuer Spenderinnen und Spender in unseren elf Kinderdörfern in neun Ländern Lateinamerikas aufgewachsen.
Zukunft – Eine nachhaltige Zukunft durch umweltfreundliche Praktiken und Landwirtschaft gestalten
Mit Veränderungen kommen Chancen. Deshalb fühlen wir uns als Kinderhilfsorganisation verpflichtet, unseren Planeten für zukünftige Generationen lebenswert zu hinterlassen. NPH gestaltet seine Abläufe und Programme nachhaltig und umweltfreundlich. Wir nutzen erneuerbare Energien zur Wassererwärmung und Solarpanele für Elektrizität. Wir trennen und recyclen Müll, kompostieren und betreiben biologischen Gartenbau.
Fast jedes unserer Kinderdörfer betreibt eine eigene Landwirtschaft: Wir bauen Gemüse an, halten Hühner, Kühe und Schweine, haben unsere eigene Fischzucht. So versorgen wir unsere Kinder mit frischen Produkten, über deren Herkunft und Qualität wir genau Bescheid wissen. Wir sparen ausserdem Geld, da wir weniger zukaufen müssen. Die Kinder lernen viel über Landwirtschaft und wie sie ihr eigenes Essen anbauen können. Landwirtschaft und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand bei NPH!
Heute zählt nicht nur das Zuhause
NPH unterstützt Kinder ganzheitlich. Dazu gehören Bildung, medizinische Versorgung und psychosoziale Unterstützung. Auch Familien erhalten Hilfe. Denn Kinder sollen möglichst sicher in ihrer Familie aufwachsen können. Dabei spielt auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.
Viele NPH-Kinderdörfer verfügen über eigene Landwirtschaft. Dort wachsen Gemüse und andere Lebensmittel. Hühner, Kühe, Schweine und Fischzucht ergänzen die Versorgung. Die Kinder lernen dabei, wie Lebensmittel entstehen. Sie erfahren, wie Landwirtschaft nachhaltig funktionieren kann. Auch erneuerbare Energien kommen zum Einsatz. NPH nutzt unter anderem Solaranlagen und nachhaltige Lösungen für die Wasserversorgung. So verbindet NPH Hilfe für Kinder mit Verantwortung für die Zukunft.
70 Jahre NPH – und eine gemeinsame Zukunft
70 Jahre NPH zeigen: Hilfe kann sich verändern. Das Ziel bleibt bestehen. Kinder brauchen Sicherheit. Kinder brauchen Chancen. Kinder brauchen Menschen, die an sie glauben. Dafür steht NPH seit 1954. Und dafür steht auch NPH Österreich seit 40 Jahren.
Ein großes Gracias gilt allen Menschen, die diesen Weg möglich machen. Den langjährigen Unterstützerinnen, Patinnen und Spenderinnen. Den Mitarbeiterinnen und freiwillig Engagierten. Und allen Menschen, die Kindern in Lateinamerika eine bessere Zukunft ermöglichen.
Danke für Ihr Vertrauen. Danke für Ihre Unterstützung.
Denn eines gilt gestern wie heute: Jedes Kind braucht eine Familie.
Glückwünsche von unseren Unterstützenden:
Als Direktorin des Österreichischen Lateinamerika-Instituts gratuliere ich von Herzen zum doppelten Jubiläum von NPH Österreich und NPH weltweit. Die wertvolle Arbeit, die NPH in Lateinamerika leistet, hat das Leben unzähliger Kinder und Familien nachhaltig verbessert. Ihre Bemühungen für Bildung, Gesundheit und soziale Integration sind von unschätzbarem Wert! Andrea Eberl, Geschäftsführerin Österreichisches Lateinamerika-Institut
Im Namen der Diplomatischen und Konsularischen Vertretung von El Salvador in Österreich sowie der Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen und Internationalen Organisationen in Wien freue ich mich, Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche zu Ihrem 70. Jahrestag zu übermitteln.
Zu diesem besonderen Anlass möchte ich die tiefgreifenden Auswirkungen hervorheben, die NPH im Leben von gefährdeten Kindern in Lateinamerika hatte, wobei El Salvador eines der Länder ist, in denen Ihre wichtige und rechtzeitige Arbeit umgesetzt wurde.
Wir möchten Ihnen unseren aufrichtigen Dank für Ihr Engagement, Ihre Hingabe und die harte Arbeit aussprechen, die NPH in El Salvador und in der übrigen lateinamerikanischen Region geleistet hat. Wir sind überzeugt, dass diese wertvolle Zusammenarbeit auch in Zukunft weiterhin Ihre Arbeit prägen wird.
Mit herzlichen Grüßen, Julia Villatorro Tario Botschafterin von El Salvador in Österreich
Die Botschaft von Mexiko in Österreich begrüßt die wertvolle Arbeit von Nuestros Pequeños Hermanos (NPH) für gefährdete Kinder in Lateinamerika. Wir gratulieren Ihrer Organisation und dem Team zum 70-jährigen Bestehen und würdigen Ihren Einsatz für eine lebenswerte Zukunft für Kinder in Lateinamerika.
Botschaft von Mexiko in Österreich
Aus vielen kleinen Schritten wird ein gemeinsamer großer. Langfristiger Einsatz für Kinder in Not verändert nachhaltig Leben und bewegt somit Großes. Das 70-jährige Bestehen von NPH weltweit ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den Einsatz und die Ausdauer engagierter Menschen. Ich gratuliere von Herzen! Ruth Williams Geschäftsführerin Fundraising Verband Österreich
Posted on by Martina Olinowetz
Wasser ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung
Sauberes Trinkwasser ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern auch von entscheidender Bedeutung für die gesunde Entwicklung von Kindern. Leider hatten viele der Kinder, die von NPH betreut werden, bevor sie zu uns kamen, keinen Zugang zu dieser lebenswichtigen Ressource. Das Fehlen von sauberem Wasser kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen und das Wachstum und die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen. Durch unsere Programme und Initiativen setzen wir uns dafür ein, dieses Problem zu lösen und sicherzustellen, dass jedes Kind in unserer Obhut Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. Wir haben erfolgreich Projekte zur Wasseraufbereitung und -versorgung in unseren Kinderdörfern implementiert, um diese lebenswichtige Ressource bereitzustellen. Ihr Engagement und Ihre Unterstützung helfen uns dabei, diesen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlbefinden unserer Kinder zu leisten. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass kein Kind mehr unter dem Mangel an sauberem Trinkwasser leiden muss und ihnen damit eine bessere Zukunft ermöglichen.
In diesem Video teilen wir Einblicke in die aktuelle Wassersituation in unseren verschiedenen Projektländern in Lateinamerika:
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NPH setzt auf die Implementierung einer nachhaltigen und unabhängigen Wasserwirtschaft, um eine zuverlässige Versorgung der über 3000 Kinder sicherzustellen, die von uns betreut werden. Wir filtern, reinigen und testen Wasser – und brauchen dabei ganz dringend Ihre Hilfe! Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, diese lebenswichtige Ressource bereitzustellen und das Wohlergehen unserer Kinder zu sichern. Machen Sie mit und helfen Sie uns, die Zukunft unserer Kinder zu sichern!
Mit Ihrer Spende schenken Sie Kindern in Lateinamerika sauberes Trinkwasser. Danke für Ihre Unterstützung!
Dank Deiner Unterstützung finden Kinder in unseren NPH-Kinderdörfern nicht nur ein Dach über dem Kopf – sondern ein liebevolles Zuhause.
Was Deine Hilfe bewirkt?
Kinder, die einst in Unsicherheit lebten, können endlich unbeschwert spielen, lernen und lachen. Sie genießen warmes Essen, Zuneigung und einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlen.
Sieh selbst!
In diesem Video erzählen die Mädchen – wie sie im NPH-Kinderdorf ein neues Zuhause gefunden haben und warum sie sich dort so wohlfühlen:
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Viele Kinder haben schwere Zeiten hinter sich. Aber dank Dir dürfen sie endlich wieder Kind sein – mit Freude, Hoffnung und einem sicheren Ort, den sie ihr Zuhause nennen können.
Mit Deiner Spende schenkst Du Zukunft, Sicherheit und ein neues Leben.
Wir setzen uns dafür ein, armen Kindern in Lateinamerika dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen. Unsere Arbeit wird durch Spenden und Kinderpatenschaften ermöglicht, da wir keine staatlichen Pflichtbeiträge erhalten.
Wir von NPH Österreich legen großen Wert auf sorgfältige Arbeit und transparente Berichterstattung. Deshalb sind wir stolz darauf, mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet zu sein.
Spenden an NPH sind steuerlich absetzbar und werden automatisch bei Ihrer Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigt. Damit eine eindeutige Zuordnung beim Finanzamt erfolgen kann, benötigen wir Ihren Vor- und Nachnamen (laut Meldezettel) sowie Ihr Geburtsdatum.
Posted on by Irene Delgado
Mit Oliver durchs Kinderdorf
Ein Bericht von Norbert Köpl
„Nach mehr als 20 Jahren reiste ich wieder in das schöne und kulturell sehr interessante Land Mexiko. Ich hatte für diese Reise auch einen Besuch bei meinem Patenkind Oliver*, welches im Kinderdorf in Miacatlán lebt, eingeplant.
Norbert Köpl gemeinsam mit seinem Patenkind
Es geht los!
Nach einer Woche in der hektischen „Ciudad de Mexico“, in der ich mich ein wenig in die lokalen Gebräuche eingelebt und einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht hatte, machte ich mich auf den Weg nach Miacatlán. An einen Sonntagabend erreichte ich das Kinderdorf, welches am Ortsrand in einer ländlichen Gegend liegt. Dort wurde ich sehr freundlich aufgenommen, erhielt Informationen meinen Besuch und mein Zimmer betreffend und begab mich dann müde zur wohlverdienten Nachtruhe.
Der NPH-Schulbus
Das Kennenlernen
Am nächsten Morgen um 7 Uhr wurde mir mein Patenkind Oliver vorgestellt und wir frühstückten gemeinsam mit seinen Schulkollegen im großen Speisesaal des Kinderdorfs. Dort stellte mir Oliver einen seiner drei Brüder vor, mit welchen er gemeinsam seit ca. zwei Jahren im Kinderdorf lebt. Vormittags erhielt ich eine Führung durch die große Anlage des schönen, mit vielen Bäumen und Grünflächen ausgestatteten Kinderdorfs.
Besonderes Interesse galt dem Besuch des Krankenhauses, welches zentral im Kinderdorf gelegen ist. Dort hatte ich die Möglichkeit, mit dem Doktor und dem Pflegepersonal zu sprechen, danach kam es zur Begegnung mit einer Psychologin in den neu errichteten Behandlungsräumen, welche eine freundliche Atmosphäre vermitteln.
Weiters wurden mir die Kapelle, die Wohnhäuser, Mehrzweckhalle und das Freibad gezeigt. Zuletzt ging es noch in die Küche, wo das gute und reichhaltige Essen für die vielen Kinder zubereitet wird.
Großes Interesse weckte in der Küche die technisch sehr interessante Maschine zur Herstellung der Tortillas, welche täglich in Verwendung ist und eine sehr große Anzahl an Tortillas produziert.
Am Ende bedankte ich mich bei Dadi, einer netten und sehr kompetenten Schülerin des Kinderdorfs, welche mich durch die Anlage führte und meine zahlreichen Fragen beantwortete. Am Weg zum Speisesaal kam es zur Begegnung mit dem im Kinderdorf tätigen Pater.
In Micatlán
Am Nachmittag hatten Oliver und ich die Möglichkeit in das nahe gelegene Zentrum von Miacatlán zu gehen. Am Weg dorthin vergönnten wir uns aufgrund des heißen Wetters ein erfrischendes Eis. In einem Geschäft suchte sich Oliver eine hübsche Armbanduhr aus, welche er von mir als Geschenk erhielt. Gut gelaunt und interessante Dinge erzählend ging es zurück in das Kinderdorf. Dort gab mir Oliver nochmal eine Führung. Wir besuchten die Felder, wo Mais angebaut wird und mehrere Glashäuser, wo Tomaten und Gurken wachsen. Am Abend war ich Zuseher eines spannenden Ballspieles, sprach mit den Jugendlichen und ließ den überaus spannenden Tag auf der Terrasse vor meinem Zimmer ausklingen.
Der Abschied
Am darauffolgenden Tag nach dem gemeinsamen Frühstück war der Abschied im Kinderdorf und ich vereinbarte mit meinem Patenkind, dass wir schriftlich in Kontakt bleiben. Anschließend nutzte ich die Gelegenheit mit Schülern, welche in die nahe gelegenen Stadt Cuernavaca ins Kino fuhren, mitzufahren und von dort meine Reise nach Oaxaca fortzusetzen.
Das viele Kinderlachen, die Fröhlichkeit und die Zufriedenheit, das respektvolle, gemeinschaftliche Zusammenleben im Kinderdorf Miacatlán, welche die Kinder auf mich ausstrahlten, hinterließen bei mir unvergessliche Eindrücke. Ich bin dankbar für diese Patenreise und freue mich, mit meiner Patenschaft einen kleinen jedoch überaus wichtigen Beitrag dazu beizusteuern.“
* Der Name des Kindes wurde zum Schutz seiner Persönlichkeitsrechte geändert.
Wir setzen auf Selbstversorgung und Nachhaltigkeit
In einigen Kinderdörfern ist das ganze Jahr über Gartenzeit. Das wird natürlich ausgenützt, damit die Kinder etwas Gesundes auf den Tisch bekommen.
Die Kinder lernen Nützliches fürs Leben. Sie helfen bei der Arbeit im Garten mit und wissen ganz genau, wie Obst und Gemüse wachsen. Dieses Video zeigt auf einprägsame Weise, wie aus dem kleinen Samenkorn eine saftige Tomate wird. Sie werden sehen: Die Tomate schafft es nicht lange, zu überleben. 🙂
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Wir bauen unser Obst und Gemüse selbst an und setzen auf Selbstversorgung. So machen wir die Kinder satt und werden von hohen Preisen unabhängig und ernten frische Früchte und Gemüse mit bester Qualität.
Um säen und ernten zu können, benötigen die Kinder Saatgut. Ihre Spende von 25 Euro schenkt unseren Kindern 1.500 Kilo Gurken!
Ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Unterstützerinnen und Unterstützer!
Am Mittwoch, den 19. März, stand in unserem NPH-Büro in der Zollergasse, 1070 Wien, alles im Zeichen der Projektreise unseres Geschäftsführers Wolfgang Martinek und Martina Olinowetz nach El Salvador im Februar.
Geschäftsführer Wolfgang Martinek und Martina Olinowetz beim Vortrag über die Projektreise nach El Salvador
Viele unserer treuesten Spenderinnen und Spender haben die Gelegenheit genutzt, uns beim Tag der offenen Tür persönlich zu besuchen, mehr über unsere Arbeit zu erfahren und hinter die Kulissen von NPH zu blicken.
Gemeinsam genossen wir einen Nachmittag voller schöner Begegnungen – bei duftendem Kaffee, köstlichem Plunder (gesponsert von der Bäckerei Schwarz) und vielen inspirierenden Gesprächen. Es war eine Freude, viele vertraute und auch neue Gesichter willkommen zu heißen.
Für uns von NPH steht fest: Es war ein voller Erfolg! Wir sind sehr für unsere engagierten Unterstützerinnen und Unterstützer, die unsere Arbeit nachhaltig möglich machen und unseren Kindern eine echte Zukunftsperspektive schenken.
Und ganz ehrlich? Wir könnten uns gut vorstellen, den Tag der offenen Tür öfter stattfinden zu lassen. 😉
Eine kurze Zusammenfassung des Bericht:
Anreise
Der Weg zum Kinderdorf über die umliegende Nachbarschaft.Straßenhändler:innen sind allgegenwärtigWillkommen
El Salvador hat eine bewegte Geschichte, die durch Armut, soziale Ungleichheit und hohe Kriminalitätsraten geprägt ist. Besonders Kinder und Jugendliche sind oft von den negativen Auswirkungen betroffen, da viele Eltern durch Gewalt oder andere Umstände gestorben sind. Die Zahl der Kinder, die in Armut leben oder ohne Unterstützung aufwachsen, ist erschreckend hoch. Dies führt dazu, dass viele Kinder keine ausreichende Schulbildung erhalten und in gefährliche Lebensumstände geraten.
Im Kinderdorf „Casa Sagrada Familia“
Eine Schülerin Wir wurden von der Tanzgruppe begrüßt.😊Ein Blick in eine Schulklasse.
Das NPH-Projekt wurde 1999 in El Salvador ins Leben gerufen, um diesen gefährdeten Kindern zu helfen. Das Kinderdorf „Casa Sagrada Familia“ bietet über 200 Kindern und Jugendlichen ein sicheres Zuhause. Diese Kinder kommen vorwiegend aus extrem armen Regionen, insbesondere aus der Gemeinde Santa Ana sowie den umliegenden Gegenden. 154 Kinder kommen direkt aus diesen benachteiligten Gebieten, während 42 weitere Kinder aus benachbarten Gemeinden unterstützt werden. In dieser Einrichtung wird den Kindern nicht nur ein Platz zum Leben gegeben, sondern auch eine umfassende Betreuung und Bildung.
Im großen Besprechungssaal fanden die Treffen statt.Schülerinnen und Schüler am Schulweg.Es hat uns sehr gefreut.
Das NPH-Projekt geht jedoch weit über die direkte Betreuung und Bildung hinaus. Es ist auch ein Ort der Gemeinschaft. Elternabende und regelmäßige Treffen mit den Familien stärken das Vertrauen zwischen NPH und den Eltern. Das Ziel ist es, die Kinder zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Erwachsenen zu erziehen, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten können. NPH fördert nicht nur die Bildung der Kinder, sondern auch ihre Fähigkeit, später in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.
Durch die umfassende Förderung der Kinder wird nicht nur ihre persönliche Entwicklung unterstützt, sondern auch ein Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft insgesamt geleistet. Die Kinder sollen nicht nur als erfolgreiche Individuen hervorgehen, sondern auch als aktive Mitglieder ihrer Gemeinschaften, die später mit ihren erworbenen Fähigkeiten zum Wohl der Gesellschaft beitragen können.
Das NPH-Projekt hat bereits vielen Tausenden von Kindern geholfen, eine sichere Zukunft zu finden. Die Kinder und Jugendliche sind nicht nur physisch und emotional gut versorgt, sondern sie entwickeln sich auch zu selbstbewussten und engagierten Erwachsenen, die in ihre Gemeinschaften zurückkehren und Veränderungen bewirken. Viele der ehemaligen Waisenkinder haben erfolgreich ihre Schulbildung abgeschlossen und streben nun an, an Universitäten zu studieren oder in verschiedenen Berufen zu arbeiten.
Posted on by Irene Delgado
Ein Besuch bei unserem Patenkind
„2022 haben meine Freundin und ich uns einen Traum erfüllt: Wir sind zu einer längeren Reise durch Afrika und Lateinamerika aufgebrochen. Da wir seit einigen Jahren Paten von Matías* sind, war es für uns klar, dass wir auch Matias in Peru besuchen werden.“
Der Eingang des NPH-Kinderdorfs in Peru.
„Als es so weit war, kamen wir voller Vorfreude, Anspannung und Aufregung das Kinderdorf „Casa Santa Rosa de Lima“. Der Ort, in dem die Kinder wohnen, San Vicente de Cañete, ist eine größere Stadt in der Nähe der Hauptstadt Lima.“
„Malu, eine der Mitarbeiterinnen des Kinderdorfs, begrüßte uns herzlich mit ihrem positiven und ansteckenden Lächeln. Sie erzählte uns viel über das Kinderdorf und führte uns zu unserem Patenkind Matías, der gerade von der Schule nach Hause kam. Das Kinderdorf ist schlicht, aber praktisch und schön. Alle Häuser haben Badezimmer mit Toiletten und Warmwasser, was in Peru nicht selbstverständlich ist.“
Giraffen im Kinderdorf 😊
„Als Matías uns sah, war seine erste Reaktion auf mich (auf Arne) das Wort „Giraff“, zu Deutsch Giraffe. Malu erklärte uns, dass Peruanerinnen und Peruaner sehr klein sind und dass es sehr außergewöhnlich ist, so groß zu sein. Das verstanden wir natürlich, denn ich bin ja mit meinen 1,96m wirklich sehr groß. 😊
Die Kinder waren von meiner Größe sehr beeindruckt. 😊
„Matías ist ein schüchterner Junge, der zunächst alles ganz genau beobachtet. Die anderen Kinder hingegen, besonders die Mädchen, waren sehr aktiv und haben uns eine Frage nach der anderen gestellt. Außerdem haben sie uns eingeladen, mit ihnen zu spielen und uns gezeigt, was sie bereits alles können. Als alle am Spielen waren, kam auch Matías dazu. Oft braucht man keine Worte, um Kinder zu verstehen. War die Sprachbarriere doch ein Hindernis, stand Malu uns immer zur Seite.“
„Beim gemeinsamen Mittagessen erzählte uns Malu, dass der nächste Tag, ein besonderer Tag für das Kinderdorf ist. An diesem Tag sagen sie gemeinsam „Danke“ an die Patinnen und Paten aus aller Welt. Die Mitarbeiterin fragte uns, ob wir auch dabei sein möchten. Natürlich sagten wir „Ja“ „.
Ein ausgelassener Matías mit einer Freundin. 😊
Día de Padrinos
„Als wir am nächsten Tag ankamen, standen alle Kinder am Fenster und winkten eifrig. Sie hatten ihre Festtagskleider an, tolle Hochsteckfrisuren und sahen wunderschön aus. Nachdem die Dankeschön-Fotos für die Patinnen und Paten im Garten gemacht wurden, ging es schnell nach Hause zum Umziehen.“
Eines der vielen Fotos, die zu Ehren der Patinnen und Paten gemacht wurde.
„Jedes der Häuser haben zwei Länder ausgewählt. Dazu hatten sie selbst zusammengestellte Kleider der jeweiligen Länder an und präsentierten diese.“
„Alle Gruppen gaben sich sehr viel Mühe. Sie bastelten zum Beispiel Plakate oder lasen Fakten über das jeweilige Land vor. Die Gruppe, die Deutschland präsentierte, kochte sogar deutsches Essen, nämlich Bratwurst, Käsespätzle und Schweinebraten. Es schmeckte alles sehr köstlich.“
„Als die letzte Gruppe ihre Präsentation beendet hatte, stand einer der Pädagogen auf und bedankte sich bei uns. Nur durch die Hilfe der Patinnen und Paten können die Kinder in Geborgenheit und Liebe aufwachsen.“
Unser Fazit
„Es war ein Erlebnis, die Kinder so fröhlich und ausgelassen zu sehen. Sie sind in wirklich guten Händen und fühlen sich geliebt und geborgen. Das zu sehen erfüllte uns mit großer Freude und Dankbarkeit gegenüber dem NPH-Team.“
Es ist schön Pate zu sein:
Nicht jeder hat das Privileg, in einem Land wie Österreich aufzuwachsen. Es ist nur ein kleiner Beitrag meinerseits, der aber Großes für die Kinder bewirken kann.
Kontakt und Austausch mit Menschen in anderen Ländern, Kulturen und Sprachen.
*Die Namen der Kinder werden zum Schutz ihrer Persönlichkeit geändert.
Posted on by Irene Delgado
Weihnachtswünsche der NPH Kinder – „Stille Nacht, heilige Nacht“ aus neun Ländern
Unsere Kinder aus neun verschiedenen Ländern singen im Video das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“. Sie senden Ihnen ihre herzlichsten Weihnachtswünsche – Frieden, Freude, Glück und viel Gesundheit.
Sehen Sie das berührende Video hier:
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In diesem besonderen Video kommen Kinder aus verschiedenen Kulturen zusammen, um in einer gemeinsamen Botschaft der Hoffnung und des Friedens Weihnachten zu feiern.
Wir von NPH danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre kontinuierliche Unterstützung und Liebe im vergangenen Jahr. Ihre Hilfe hat einen bedeutenden Unterschied im Leben der Kinder gemacht.
Fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!