Bildung ist ein Menschenrecht

UN Ziel #4

Kinder machen fast die Hälfte der Armen auf der Welt aus und sind oft stärker von Armut betroffen als Erwachsene. Fehlender Zugang zu Bildung geht regelmäßig Hand in Hand mit unzureichender Ernährung, dem Fehlen von sauberem Trinkwasser und Gesundheitsversorgung.

Daher ist Bildung ein zentrales Programm bei NPH. Wir bemühen uns, das UN-Ziel 4 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen: Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen.

Ein Schüler schreibt in seinen Block
Bei NPH erhalten Kinder eine lehrreiche Bildung

Bildung sichert Zukunft!

Wenn Kindern der Zugang zu Bildung verwehrt wird, verschlechtern sich ihre Chancen auf ein selbstständiges Leben und ihre Fähigkeit, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Derartige Benachteiligungen haben verheerende, lebenslange Folgen und schwerwiegende Auswirkungen auf Kinder, künftige Generationen und Gesellschaften.

Bildung ist ein Menschenrecht und der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung. Bildung bietet Kindern einen Weg in eine vielversprechende Zukunft.

Bildung in Lateinamerika

In Lateinamerika und der Karibik besuchen durchschnittlich 22% der Kinder keine weiterführende Schule, in Guatemala und Honduras sind es sogar mehr als fünfzig Prozent. Nach den UN-Daten zur Lage der Kinder in der Welt, liegt die Abschlussrate der Grundschulbildung in Haiti bei nur 49 % für Buben und bei 58 % für Mädchen.

Armut und die Verweigerung des Rechts eines Kindes auf Bildung, gehen Hand in Hand. Laut UNICEF liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die von Kinderarmut betroffen sind, in unseren Projektländern zwischen 37,6 % in Mexiko (2010) und 79,9 % in Guatemala (2006).

Bildung bei NPH

Seit dem Bestehen von NPH verfolgen wir einen ganzheitlichen Bildungsansatz, der gefährdeten Kindern und Jugendlichen hilft, geistig, seelisch und körperlich zu wachsen. Mit Bildung den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, das war das Leitbild Padre Wassons, dem Gründer von NPH: „Durch eine gute Ausbildung werden meine Kinder dem Teufelskreis der Armut entkommen.“

NPH stellt sicher, dass die Kinder ihr universelles Recht auf Bildung wahrnehmen können, indem wir die individuellen Lernbedürfnisse der Schüler*innen berücksichtigen, abgestimmt auf deren Bedürfnisse und Fähigkeiten.

Wir verfolgen dabei einen individuellen, inklusiven Ansatz, der die Schwächen der Vergangenheit anerkennt und die Mädchen und Buben dazu bringt, ihr einzigartiges Potenzial zu entfalten.

7.058 Kinder haben sich durch NPH in Schulen eingeschrieben

NPH bietet knapp 3.700 Kindern aus einkommensschwachen Haushalten und Problemvierteln Stipendien für den Schulbesuch. Noch mehr Kinder und Jugendliche, die in unseren Kinderdörfern leben, besuchen eine Schule, angefangen vom Kindergarten bis zur Universität und Berufsschulen.

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Mädchen und Buben sind gleichberechtigt

Alle Mädchen und jungen Frauen, die unsere Schulen besuchen, haben die gleichen Chancen wie Buben, ihre Grundschulausbildung abzuschließen und die Universität zu besuchen.

Sie werden bei NPH zu gleichberechtigten Menschen erzogen und dazu ermutigt, ihre Träume zu verwirklichen und zu verfolgen.

Bildung für Mädchen

Da die Förderung von Mädchen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist, spricht der Erfolg der Mädchen und jungen Frauen für sich: 50 % unserer Jugendlichen, die einen Berufsabschluss erworben haben, sind Frauen.

55 % unserer Mittelschul-Absolventen sind Mädchen, 45 % unserer Hochschulabsolventen sind Frauen – und diese Zahlen steigen jedes Jahr. Derzeit studieren 187 junge Frauen an Universitäten in ganz Lateinamerika.

Ein Mädchen sitzt aufmerksam in der Schulstunde.
Schulalltag in der Dominikanischen Republik

Niedrige Schul- und Ausbildungsabbruchsquote

Die Schul- und Ausbildungsabbruchsquote bei NPH ist im Vergleich zum öffentlichen Schulsystem niedrig. Mit der Unterstützung durch Stipendien und Nachhilfe bleiben die Kinder und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien erfolgreich in der Schule. Gemeinschaftsstipendien werden nur gewährt, wenn die Eltern garantieren, dass ihre Kinder zur Schule gehen und nicht etwa an Schultagen während der Erntezeit mithelfen oder arbeiten müssen, um ein Einkommen für die Familie zu erzielen.

Bildung bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus

Für die Kinder, die bei uns leben, ist NPH eine Familie fürs Leben. Die Erziehung, die wir ihnen bieten, ist auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmt. Das Erreichen der Volljährigkeit ist nicht das Ende. Wenn sie den Willen und die Fähigkeit dazu haben, unterstützen wir sie bis zur Universität

Bildung im Zusammenhang mit anderen Themen

Wenn Kinder nicht zur Schule gehen können, wird ihnen mehr als nur Bildung vorenthalten.

Ohne strukturierte Schulzeit verlieren die Kinder ihre Tagesroutine und können sich nicht mit ihren Freund*innen treffen. Einige von ihnen sind auch auf die Verpflegung in der Schule angewiesen, die Schulmahlzeit ist oft die einzig nahrhafte Mahlzeit am Tag, die sie bekommen.

Neben dem erhöhten Risiko von Unterernährung sind Kinder, die nicht zur Schule gehen, auch anderen Gefahren zu Hause oder in der Nachbarschaft ausgesetzt. Dazu zählen beispielsweise Kinderarbeit, Menschenhandel, Schwangerschaft bei Jugendlichen, sexuelle Ausbeutung und Missbrauch, Kinderheirat (oder frühe Heirat) und Gewalt.

Wenn Schule mehr als Unterricht ist

Kinder, die unsere Schulen besuchen, werden bei Bedarf medizinisch versorgt und erhalten Aufklärung und Beratung in Gesundheitsfragen. Außerdem bekommen sie warme Mahlzeiten und Snacks zu essen. Viele Mädchen und Buben kommen in unseren Schulen an, ohne gefrühstückt zu haben; manche von ihnen haben auch kein Mittagessen mit, weil ihren Familien die Mittel dazu fehlen.

So können Sie helfen

Helfen Sie uns, den Kinder in unseren Projektländern in Lateinamerika und der Karibik, weiterhin qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen.

Quelle: UNICEF, State of The World’s Children, UNICEF Investing in Education, World Bank 

Mehr über unser Bildungsprogramm:

  • Louise
    Louise war erst 8 Jahre alt, als sie 2014, gemeinsam mit ihren fünf Geschwistern, in unser Kinderdorf in Honduras kam. Sie war sehr schüchtern und blieb meistens für sich. Zuvor hatte das Mädchen bereits in drei verschiedenen Einrichtungen gelebt; bei NPH fand sie ein neues Zuhause.
  • Odril aus Haiti erzählt
    Odril war sechs Jahre alt, als seine Mutter 2010 beim Erdbeben starb. Der Junge lebte erst bei Verwandten und musste schließlich für sich selbst sorgen. Zum Glück fand er ein Zuhause im NPH-Kinderdorf.
  • Luis: Endlich Kind sein können
    Ein Ort voller Gefahren La Victoria, Santiago de Chile. Hier befindet sich die älteste Armensiedlung Lateinamerikas, einer der gefährlichsten Orte, an denen Kinder aufwachsen können.