Silvestergrüße aus NPH-Mexiko

Gemeinsam mit unseren Kindern aus Mexiko wünschen wir Ihnen mit diesem Video Prosit Neujahr und próspero año nuevo!

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„Lass uns das vergangene Jahr mit einem Lächeln verabschieden und dem neuen mit offenen Armen entgegentreten!“

Heuer noch spenden und von der Steuer absetzen*

So können Sie uns weiterhin unterstützen: Mit Ihrer Silvesterspende helfen Sie Kindern in Lateinamerika, die ein sicheres Dach über dem Kopf, medizinische Versorgung und regelmäßige Mahlzeiten brauchen.

*Spenden, die Sie bis 31.12. tätigen, können Sie heuer noch von der Steuer absetzen!

Karen entdeckt ihr Potenzial

Das ist Karen, 21 Jahre. Auf diesem Foto steht sie in der Küche im Kinderdorf in Mexiko. Sie bereitet gerade 60 Kilo Tortillas für das Mittagessen zu. Lesen Sie hier ihre Geschichte.

„Ich bin so dankbar für die Hilfe, die ich von NPH erhalte.“

Eine neue Option

Karen ist 12 Jahre alt, als sie zu uns ins Kinderdorf in Mexiko kommt – und stellt sich das Kinderdorf als strenges Haus mit vielen Regeln vor. Doch schon bald bemerkt sie, dass sich ihr Leben verbessert. Bei NPH bekommt sie gutes Essen, medizinische Versorgung, Bildung und eine liebevolle Familie, die sie unterstützt.

Karen ist die Älteste

Aufgrund ihres Alters sollte Karen in die sechste Klasse kommen. Der Einstufungstest ergab allerdings eine Rückstufung in die dritte Klasse. Das machte Karen traurig und sie schämte sich dafür. Als Älteste in der Klasse bereitete ihr besonders Mathematik Schwierigkeiten. Doch schon bald packte sie der Ehrgeiz. Sie lernte extra viel, sah erste Erfolge – und schloss die Grundschule erfolgreich ab. Rückblickend betrachtet empfand sie diese Zeit als den ersten Schritt zu ihrer Selbstbestimmung.

Karen konnte im Kinderdorf vieles ausprobieren. Sie interessierte sich zunächst für den technischen Bereich und lernte auch schweißen.

Im dritten Semester meldete sie sich aus einer Laune heraus für einen Koch-Workshop an – und fand ihre Berufung in der Gastronomie. Vor allem die Zubereitung von Desserts und Kuchen machten ihr viel Spaß.

Ein starkes Mädchen

Karen schloss sich unserer Mädchengruppe „Chicas Poderosas“ an. Sie nahm an verschiedenen Workshops teil und fand einen Raum, in dem sie Fragen und Zweifel teilen konnte. So lernte sie sich selbst gut kennen. Karen reflektierte, was sie schon alles erreicht hatte und was sie noch erreichen möchte. Ihr Bestreben, die Oberstufe zu beenden und auf die Universität zu gehen, verstärkte sich. Ihre persönlichen Fortschritte fielen ihren Lehrer*innen positiv auf: Sie wurde ausgewählt, um die Abschlussrede ihrer Klasse zu halten.

Etwas zurückgeben

Bevor Karen ihr Studium für Tourismus an der Universität in Monterrey aufnehmen wird, hilft sie im Kinderdorf mit. Sie arbeitet in der Küche und bereitet gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen täglich über 1.000 Mahlzeiten zu.

Weil sich Karen auch technisch auskennt und eine Vorliebe für Werkzeuge und Maschinen hat, wurde sie für die Bedienung der Tortilla-Maschine ausgewählt.

Karen hat viel ausprobiert und sich weiterentwickelt.

Angst? Ich? Nein!

Karen hat keine Angst vor Veränderungen – sie meistert alle Herausforderungen mit Bravour. Was sie so stark gemacht hat? Die Möglichkeit, vieles auszuprobieren, sich auszutauschen und sich ihrer Stärken bewusst zu werden. „Ich bin so dankbar für die Hilfe, die ich von NPH erhalte. Nur so bin ich zu der starken Frau geworden, dich ich heute bin. Viele Dinge ausprobieren und nicht aufgeben – das ist mein Credo und es lohnt sich.“

Mit einer Jahrespatenschaft in der Höhe von 60 Euro legen Sie heute den Grundstein
für eine erfolgreiche Zukunft unserer Mädchen.

Mit Oliver durchs Kinderdorf

Ein Bericht von Norbert Köpl

„Nach mehr als 20 Jahren reiste ich wieder in das schöne und kulturell sehr interessante Land Mexiko. Ich hatte für diese Reise auch einen Besuch bei meinem Patenkind Oliver*, welches im Kinderdorf in Miacatlán lebt, eingeplant. 

Norbert Köpl gemeinsam mit seinem Patenkind

Es geht los!

Nach einer Woche in der hektischen „Ciudad de Mexico“, in der ich mich ein wenig in die lokalen Gebräuche eingelebt und einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht hatte, machte ich mich auf den Weg nach Miacatlán. An einen Sonntagabend erreichte ich das Kinderdorf, welches am Ortsrand in einer ländlichen Gegend liegt. Dort wurde ich sehr freundlich aufgenommen, erhielt Informationen meinen Besuch und mein Zimmer betreffend und begab mich dann müde zur wohlverdienten Nachtruhe.

Der NPH-Schulbus

Das Kennenlernen

Am nächsten Morgen um 7 Uhr wurde mir mein Patenkind Oliver vorgestellt und wir frühstückten gemeinsam mit seinen Schulkollegen im großen Speisesaal des Kinderdorfs. Dort stellte mir Oliver einen seiner drei Brüder vor, mit welchen er gemeinsam seit ca. zwei Jahren im Kinderdorf lebt. Vormittags erhielt ich eine Führung durch die große Anlage des schönen, mit vielen Bäumen und Grünflächen ausgestatteten Kinderdorfs.

Besonderes Interesse galt dem Besuch des Krankenhauses, welches zentral im Kinderdorf gelegen ist. Dort hatte ich die Möglichkeit, mit dem Doktor und dem Pflegepersonal zu sprechen, danach kam es zur Begegnung mit einer Psychologin in den neu errichteten Behandlungsräumen, welche eine freundliche Atmosphäre vermitteln.

Weiters wurden mir die Kapelle, die Wohnhäuser, Mehrzweckhalle und das Freibad gezeigt. Zuletzt ging es noch in die Küche, wo das gute und reichhaltige Essen für die vielen Kinder zubereitet wird.

Großes Interesse weckte in der Küche die technisch sehr interessante Maschine zur Herstellung der Tortillas, welche täglich in Verwendung ist und eine sehr große Anzahl an Tortillas produziert.

Am Ende bedankte ich mich bei Dadi, einer netten und sehr kompetenten Schülerin des Kinderdorfs, welche mich durch die Anlage führte und meine zahlreichen Fragen beantwortete. Am Weg zum Speisesaal kam es zur Begegnung mit dem im Kinderdorf tätigen Pater.

In Micatlán

Am Nachmittag hatten Oliver und ich die Möglichkeit in das nahe gelegene Zentrum von Miacatlán zu gehen. Am Weg dorthin vergönnten wir uns aufgrund des heißen Wetters ein erfrischendes Eis. In einem Geschäft suchte sich Oliver eine hübsche Armbanduhr aus, welche er von mir als Geschenk erhielt. Gut gelaunt und interessante Dinge erzählend ging es zurück in das Kinderdorf. Dort gab mir Oliver nochmal eine Führung. Wir besuchten die Felder, wo Mais angebaut wird und mehrere Glashäuser, wo Tomaten und Gurken wachsen. Am Abend war ich Zuseher eines spannenden Ballspieles, sprach mit den Jugendlichen und ließ den überaus spannenden Tag auf der Terrasse vor meinem Zimmer ausklingen.

Der Abschied

Am darauffolgenden Tag nach dem gemeinsamen Frühstück war der Abschied im Kinderdorf und ich vereinbarte mit meinem Patenkind, dass wir schriftlich in Kontakt bleiben. Anschließend nutzte ich die Gelegenheit mit Schülern, welche in die nahe gelegenen Stadt Cuernavaca ins Kino fuhren, mitzufahren und von dort meine Reise nach Oaxaca fortzusetzen.

Das viele Kinderlachen, die Fröhlichkeit und die Zufriedenheit, das respektvolle, gemeinschaftliche Zusammenleben im Kinderdorf Miacatlán, welche die Kinder auf mich ausstrahlten, hinterließen bei mir unvergessliche Eindrücke. Ich bin dankbar für diese Patenreise und freue mich, mit meiner Patenschaft einen kleinen jedoch überaus wichtigen Beitrag dazu beizusteuern.“

* Der Name des Kindes wurde zum Schutz seiner Persönlichkeitsrechte geändert.