Die SDGs der UN – bei NPH kein Rahmenwerk, sondern Realität für jedes Kind
In unseren neun Projektländern sind die Sustainable Development Goals (SDGs), die 17 globalen Ziele der Vereinten Nationen, die 2015 im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden, kein abstraktes Versprechen. Sie werden in unseren Kinderdörfern, Schulen, Gesundheitsstationen und Gemeindeprojekten in Lateinamerika und der Karibik täglich gelebt. Wie die SDGs bei NPH wirken, lässt sich nicht anhand einer Theorie erklären, sondern lebt durch konkrete Handlungen im Alltag der Kinder. Die SDGs der Vereinten Nationen definieren globale Ziele für eine gerechtere Welt. Doch erst ihre praktische Umsetzung entscheidet darüber, ob sich das Leben von Kindern tatsächlich verbessert.
Seit 1954 setzt NPH genau hier an. Kinder und Jugendliche in Lateinamerika, die nicht bei ihren Familien aufwachsen können, erhalten ein sicheres Umfeld, Bildung, medizinische Versorgung und langfristige Begleitung. Während große Organisationen oft anonym arbeiten, liegt die Stärke von NPH in einem persönlichen Ansatz mit direktem, nachvollziehbarem, transparentem und nachhaltigem Impact.

Die Realität zeigt, wie notwendig dieser Ansatz ist, denn rund 70 % der Kinder in Lateinamerika erleben Gewalt, Millionen arbeiten unter ausbeuterischen Bedingungen und Menschenhandel gehört in vielen Regionen zum Alltag. Genau hier greifen die Programme von NPH, die entlang der SDGs strukturiert, aber im echten Leben umgesetzt sind.
Hier erfahren Sie, welche SDGs für den Schutz von Kinderrechten besonders relevant sind, wie NPH sie konkret umsetzt.
Seit über 70 Jahren begleiten wir Kinder und Jugendliche in besonders vulnerablen Situationen. Unsere Programme richten sich konsequent an den SDGs aus: von der Armutsbekämpfung (SDG 1) über hochwertige Bildung (SDG 4) bis hin zu sauberem Wasser (SDG 6). Dabei profitieren wir als kleine NGO von kurzen Entscheidungswegen.
Und Sie erfahren zudem, welche SDGs für den Schutz von Kinderrechten besonders relevant sind, wie NPH sie konkret umsetzt und warum eine Kinderpatenschaft bei NPH eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten ist, diese Ziele zu unterstützen.
Warum die SDGs bei NPH mehr sind als ein Rahmenwerk
Die Sustainable Development Goals dienen vielen Organisationen als Orientierungsrahmen. Bei NPH hingegen sind sie ein fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit.
Das bedeutet, dass jedes Programm angefangen von der Bildung über Gesundheitsversorgung bis hin zum Kinderschutz, gezielt entlang dieser Ziele entwickelt, überprüft und weiterentwickelt wird.
Der Unterschied liegt in der Umsetzung: Während viele Organisationen die SDGs als strategische Leitlinien nutzen, übersetzt NPH sie in konkrete Leistungen für jedes einzelne Kind.
Das Ergebnis ist ein Ansatz, der
– langfristig wirkt,
– individuell angepasst ist und
– in jeder Phase des Aufwachsens greift.
Besonders relevant für den Schutz und die Förderung von Kinderrechten bei NPH sind die folgenden SDGs: SDG 1 (Keine Armut), SDG 2 (Kein Hunger), SDG 3 (Gesundheit), SDG 4 (Bildung), SDG 5 (Geschlechtergleichstellung), SDG 6 (Sauberes Wasser), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit), SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) und SDG 16 (Frieden und Gerechtigkeit).

So werden die SDGs bei NPH gelebt!
SDG 1 & SDG 2: Keine Armut, kein Hunger – Existenzsicherung als Fundament
Armut und Hunger sind die größten Bedrohungen für Kinderrechte. NPH bietet Kindern in unseren Kinderdörfern ein sicheres Zuhause mit gesunder Ernährung, Kleidung und allem, was sie benötigen und das zum Teil aus Österreich finanziert zu über 100% durch Spenden und Patenschaften.
NPH setzt dies wie folgt um: Vollverpflegung in allen Einrichtungen, eigene Gemüsegärten und Landwirtschaftsprojekte, Unterstützung von Familien im Umfeld unserer Häuser sowie Berufsausbildung zur langfristigen wirtschaftlichen Selbstständigkeit.
Wirkung: Rund 3.500 Kinder und Jugendliche leben dauerhaft in NPH-Einrichtungen – mit gesicherter Ernährung, Unterkunft und Perspektive.
Wir versorgen nicht nur, sondern wir befähigen. Programme zur Selbstversorgung stärken die Resilienz der Kinder und vermitteln ihnen wichtige Lebenskompetenzen.
SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen – Medizinische Versorgung für alle Kinder
Gesunde Kinder können lernen, spielen und träumen. NPH betreibt eigene Gesundheitsstationen und sogar eine Kinderklinik in Haiti und kooperiert mit Spezialistinnen und Spezialisten, um eine umfassende medizinische Versorgung sicherzustellen – von der Vorsorgeuntersuchung bis zur spezialisierten Behandlung.
NPH setzt folgende Maßnahmen um: Regeluntersuchungen, Impfprogramme, psychosoziale Betreuung, zahnärztliche Versorgung, Ernährungsmonitoring und Mutter-Kind-Programme in unseren Gemeindezentren.
Wirkung: In unseren Einrichtungen liegt die Kindersterblichkeitsrate deutlich unter dem nationalen Durchschnitt der jeweiligen Länder. Unsere lokalen NPH-Teams kennen die spezifischen Krankheitsbilder ihrer Regionen und können ohne Umwege reagieren. Es gibt keine langen Genehmigungsketten.
SDG 4: Hochwertige Bildung – Bildung als Schlüssel zur Selbstbestimmung
Bildung ist das mächtigste Werkzeug im Kampf gegen Armut und bildet das Herzstück unserer Arbeit. In unseren Schulen und Bildungszentren in neun lateinamerikanischen Ländern lernen Tausende Kinder und Jugendliche nicht nur Lesen und Schreiben, sondern werden auch auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet.
NPH setzt dabei auf formale Schulbildung von der Volksschule bis zur Matura, Berufsausbildungsprogramme, Stipendien für ein Hochschulstudium, Lernräume und Nachhilfeprogramme für besonders gefährdete Kinder.
Wirkung: Über 80 % der NPH-Jugendlichen schließen ihre Schulausbildung erfolgreich ab – in Regionen, in denen der Durchschnitt teils unter 40 % liegt. Als kleine NGO kennen wir jeden Schüler und jede Schülerin beim Namen. Wir passen Bildungspläne an lokale Bedürfnisse an – flexibel, schnell und ohne bürokratischen Apparat.
SDG 5 & SDG 10: Geschlechtergleichstellung & weniger Ungleichheiten
NPH heißt alle willkommen: Mädchen und Buben, Kinder mit Behinderungen, indigene Kinder. Wir schaffen gleiche Chancen für alle. Diskriminierung hat in unseren Häusern keinen Platz.
NPH setzt sich für einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Berufsausbildung für Mädchen ein und bietet Programme zur Stärkung von Mädchen und jungen Frauen an. Zudem werden Kinder mit besonderen Bedürfnissen integriert und indigene Sprachen und Kulturen gefördert.
Wirkung: In NPH-Schulen erreichen Mädchen vergleichbare Abschlussquoten wie Jungen – ein markanter Unterschied zum regionalen Durchschnitt vieler Länder. Kleine NGO, große Nähe: Individuelle Förderung statt Pauschallösungen. Jedes Kind wird in seinen Stärken gesehen.
SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit & starke Institutionen – Schutz für gefährdete Kinder
Millionen von Kinder in Lateinamerika leben in von Gewalt, Korruption und in von schwachen staatlichen Strukturen geprägten Regionen. NPH schafft sichere Räume, das sind geschützte Orte, an denen Kinder ohne Angst aufwachsen können.
NPH setzt dies unter anderem durch psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Kinder, Kinderschutzrichtlinien in allen Einrichtungen, Zusammenarbeit mit Justiz- und Sozialbehörden, Aufklärungsarbeit zu Kinderrechten in Gemeinden und Unterstützung von Kindern, die Opfer von Gewalt oder Vernachlässigung wurden, um.
Wirkung: In über 70 Jahren hat NPH Tausende Kinder aus Situationen akuter Gefahr in Sicherheit gebracht. Die starke lokale Vernetzung ermöglicht schnelles Handeln – dort, wo staatliche Stellen oft zu langsam reagieren.
SDG 8: Menschenwürdige Arbeit & Wirtschaftswachstum – Perspektiven für die Zukunft
Ein Schulabschluss allein reicht nicht aus: Junge Menschen brauchen konkrete Berufsperspektiven. NPH bietet umfassende Berufsausbildungsprogramme, die gezielt auf den lokalen Arbeitsmarkt ausgerichtet sind.
NPH setzt dies mit Berufsschulen und Handwerkslehrgängen (Tischlerei, Gesundheitsberufe, Gastgewerbe u. v. m.), Praktika in Partnerbetrieben oder Mentoring-Programmen für Berufseinsteiger:innen um. Die Mehrzahl der NPH-Jugendlichen findet rasch nach Ausbildungsabschluss eine reguläre Beschäftigung. Die Ausbildungsinhalte werden regelmäßig mit lokalen Arbeitgebern abgestimmt und sind somit praxisnah, relevant und zukunftsorientiert.
SDG 6: Sauberes Wasser & Sanitärversorgung – Grundlage für Gesundheit und Würde
Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. In vielen Regionen Lateinamerikas ist es jedoch keine Selbstverständlichkeit. NPH stellt deshalb sicher, dass alle Kinder in unseren Einrichtungen Zugang zu sauberem Trinkwasser und funktionierenden Sanitäranlagen haben. Darüber hinaus unterstützen wir Gemeindeprojekte, die diesen Zugang auch für Familien in der Umgebung sicherstellen.
In NPH-Einrichtungen sind Durchfallerkrankungen, eine der häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern in der Region, stark reduziert.
Wirkung: In unseren Einrichtungen sind Durchfallerkrankungen, eine der häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern in der Region, stark reduziert.




Kinder haben Rechte – NPH als Kinderschutzorganisation
Der 20. November 1989 ist ein bedeutendes Datum: An diesem Tag verabschiedete die UN-Vollversammlung das „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“, auch bekannt als UN-Kinderrechtskonvention. Bis heute sind mehr Staaten diesem Abkommen beigetreten als jedem anderen Übereinkommen der UN. Weltweit wird der 20. November als „Tag der Kinderrechte“ gefeiert und steht im Kalender jeder Kinderschutzorganisation.
Die Kinderrechte garantieren Kindern das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie umfassen den Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung und Bildung. Darüber hinaus haben Kinder das Recht auf Mitbestimmung bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen.
Warum NPH? Kleine NGO, große Wirkung – so unterscheiden wir uns
Viele Organisationen bekennen sich zu den SDGs. Doch wie viele setzen sie so konsequent um wie NPH?
🔹 Langjährige Erfahrung: Seit über 70 Jahren sind wir in Lateinamerika präsent. Wir kennen die Region, die Menschen und die Herausforderungen für die Kinder aus erster Hand.
🔹 Nachhaltige Programme: Wir bauen keine Brunnen und verschwinden. Wir begleiten Kinder und Gemeinden langfristig – über Jahre und Jahrzehnte.
🔹 Persönliche Betreuung: Durch flache Hierarchien kennt jedes NPH-Haus alle Kinder. Eine Patenschaft bei NPH bedeutet echte Verbindung und ist keine anonyme Spende.
🔹 Transparenter Umgang mit Spendengeldern: Regelmäßige Berichte, Jahresabschlüsse und Projektdokumentationen sind einsehbar.
🔹 Lokale Expertise: Unsere Teams in Lateinamerika bestehen mehrheitlich aus lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie verstehen kulturelle Kontexte, sprechen Landessprachen und bauen Vertrauen auf.
🔹 Agilität: Als kleine Organisation können wir auf Veränderungen rasch reagieren, sei es neue Bedarfe, neue Erkenntnisse zu den SDGs oder neue Möglichkeiten. Kein bürokratischer Apparat bremst uns.
Ihre Hilfe kommt an
Wir setzen uns dafür ein, armen Kindern in Lateinamerika dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen. Unsere Arbeit wird durch Spenden und Kinderpatenschaften ermöglicht, da wir keine staatlichen Pflichtbeiträge erhalten.
Wir von NPH Österreich legen großen Wert auf sorgfältige Arbeit und transparente Berichterstattung. Deshalb sind wir stolz darauf, mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet zu sein.
Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung und die UN-Kinderrechtskonvention
Die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und die UN-Kinderrechtskonvention sind eng miteinander verknüpft. Darüber hinaus ist die Achtung der Kinderrechte eng mit der Erreichung nachhaltiger Entwicklungsziele verknüpft. Nachhaltigkeit umfasst auch die Verpflichtung, zukünftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft zu bieten, die ihnen zusteht. Ein glückliches und chancenreiches Aufwachsen ist dabei unerlässlich, um dieses Ziel zu erreichen.