Eine Familie in Haiti hat durch Hurrikan Matthew ihr Zuhause verloren.

Update: Haiti nach Hurrikan Matthew

Laut Bericht des Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) sind 2,1 Millionen Menschen in Haiti von den Folgen des Hurrikans Matthew betroffen. Rund 1,4 Millionen brauchen dringend humanitäre Hilfe.

NPH hat mit der Partnerorganisation St. Luke bis letzte Woche schon 23.000 kg Reis, 30.000 kg Bohnen, 5.000 kg Pasta und tausende Liter Trinkwasser in die am schwersten betroffenen Gebiete gebracht.

NPH-Teams bringen Lebensmittel in die betroffenen Gebiete nach Hurrikan Matthew.

NPH-Nationaldirektor Fr. Rick Frechette:

“Wir haben direkt nach dem Hurrikan begonnen, Lebensmittel zu verteilen, Saatgut zu pflanzen, die Reparatur der Dächer und Häuser zu planen sowie denjenigen Zelte zur Verfügung zu stellen, die alles verloren haben. Wir haben auch mitgeholfen, zwei Wasserfiltersysteme in den Gemeinden zu installieren, damit die Menschen dort Trinkwasser haben.“

NPH hilft beim Aufbau eines Wasserfiltersystems. Nach dem Hurrikan Matthew ist die Gefahr groß, durch verunreinigtes Trinkwasser zu erkranken.

„Nachdem wir all dies gemeinsam mit den Betroffenen tun, können wir speziell Kinder und Jugendliche stärken und ihnen Hoffnung schenken. Zu zeigen, dass wir gemeinsam in dieser Situation stecken, mildert das Gefühl der Hilflosigkeit. Wir können an der Situation etwas ändern. Wir kümmern uns darum, in einer praktischen Art und Weise. Wir sind überzeugt, dass wir die Welt um uns herum ein Stück besser machen können.“

NPH-Teams helfen den Menschen in den betroffenen Gebieten nach Hurrikan Matthew.

„Auch wenn das Leben hier jetzt enorm hart ist, vereinzelt wachsen schon neue Bananenblätter inmitten von zerstörten Gärten, und wenn du genau hinhörst, trägt der Wind manchmal ein Lachen zu dir.“

NPH-Mitarbeiterin Gena Heraty:

„Heute Morgen habe ich ein paar Familien in den Bergen besucht. Auch wenn wir nicht so schlimm getroffen wurden wie der Süden, gibt es auch hier überall zerstörte Häuser und verwüstete Äcker. Ich habe eine Familie gefragt, wie es ihnen geht. Sie haben auf eine leere Stelle vor mir gezeigt und gesagt, dass dort vor dem Sturm ihr Haus gestanden hat.“

Eine Familie in Haiti hat durch Hurrikan Matthew ihr Zuhause verloren.

„Beim nächsten Haus fehlte das halbe Dach. Sie haben versucht, es so gut es geht zu reparieren, aber wenn es regnet, steht alles unter Wasser. Stell dir das vor, wenn du das nächste Mal gemütlich in deinem Bett liegst! Der Besitzer eines anderen Hauses ist krank und kann nicht arbeiten. Seine Frau hat zwei kleine Kinder. Ich habe nachgefragt, was sie jeden Tag essen. An den meisten Tagen gibt es nichts!“

Eine Familie in der Nähe des NPH-Kinderdorfs nach Hurrikan Matthew. Das Dach ihres Hauses wurde stark beschädigt.

„Ich könnte von weiteren Schicksalen erzählen, denen es gleich geht. Drei Dinge beschäftigen mich am meisten:

  1. Diese Leute waren schon vor dem Hurrikan extrem arm. Sie sind abhängig von ihrer Ernte, die zerstört ist, und von ihren Tieren.
  2. Der Hurrikan hat sie in eine sehr, sehr schwierige, fast aussichtslose Lage gebracht. Sie haben teilweise alles verloren und auch keine reichen Verwandten, die ihnen helfen könnten.
  3. Diese Menschen brauchen Hilfe. Sie brauchen Ressourcen, damit sie sich selbst helfen können – vor allem Saatgut und Material, um die Häuser zu reparieren.

Ein Haus ist vollkommen zerstört nach Hurrikan Matthew.

„Es ist herzzerreißend. Ich weiß, dass sich so viele Menschen Sorgen machen, wenn sie spenden. Ich bin jetzt schon seit 23 Jahren bei NPH in Haiti und weiß, dass dein Geld hier sinnvoll verwendet wird. Ich habe den Familien versprochen, dass wir ihnen helfen. Wir haben ihnen heute gleich Lebensmittel gebracht.“

 

Unterstützen Sie uns jetzt mit Ihrer Notfallspende für Menschen in Haiti! Vielen Dank!

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