Therapie für Kinder mit Behinderung: Eine Insel der Hoffnung in Nicaragua

Die Casa Samaritano ist ein Therapiezentrum für Kinder mit Behinderung auf der Insel Ometepe im Nicaraguasee. Am 24. Oktober eröffnete das neu erbaute Zentrum.

Samaritano – Hilfe für Kinder mit Behinderung auf der Insel Ometepe

Samaritano wurde 2010 gegründet, nachdem das NPH-Kinderdorf von der Insel Ometepe auf das nicaraguanische Festland umsiedelte. In den ersten Jahren praktizierten Physiotherapeutin Nadine Gulyas und Ergotherapeutin Verena Hackl in einem gemieteten Raum des örtlichen Krankenhauses.

 V.l.n.r. Marlon Velasquez, Kinderdorfleiter, Nadine Gulyas und Verena Hackl konnten den Tag der Einweihung kaum erwarten. (c) NPHV.l.n.r. Marlon Velasquez, Kinderdorfleiter, Nadine Gulyas und Verena Hackl
konnten den Tag der Einweihung kaum erwarten. (c) NPH

2014 ermöglichten SpenderInnen aus Österreich dann die Erfüllung eines großen Traums von Nadine und Verena – ein gut ausgestattetes Therapiezentrum. Am Freitag, den 24. Oktober, feierten MitarbeiterInnen, Volontäre und viele PatientInnen die Eröffnung des neuen Therapiezentrums Samaritano.In der Casa Samaritano behandeln wir derzeit 33 Kinder. Samaritano wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

 Über 100 Kinder und ihre Familien, die in den letzten Jahren von Verena und Nadine unterstützt wurden, kamen zur Eröffnung. Über 100 Kinder und ihre Familien, die in den letzten Jahren von Verena
und Nadine unterstützt wurden, kamen zur Eröffnung.

Der Bau des neuen Zentrums begann bereits im April 2014. Nach fünf Monaten harter Arbeit und vieler helfender Hände konnte unser Therapiezentrum offiziell eingeweiht werden. Vorher war es an Verena und Nadine, „Leben“ in das Rehabilitationszentrum zu bringen; mit Blumen, Pflanzen, bunt bemalten Wänden, Möbeln und vielen Details.

 Das Power-Team von Samaritano (v.l.n.r.): Physiotherapeutin Sheila Patricia Obregón, Ergotherapeutin Verena Hackl, Physiotherapeutin Nadine Gulyas und „gute Fee des Hauses“ Ana. Das Power-Team von Samaritano (v.l.n.r.): Physiotherapeutin Sheila Patricia Obregón,
Ergotherapeutin Verena Hackl, Physiotherapeutin Nadine Gulyas und „gute Fee des Hauses“ Ana.

Ein Rundgang durch die Casa Samaritano
Das Zentrum besteht aus einem großen und kleinen bunten Therapieraum, einer Küche, Büroräumen, einem Badezimmer sowie einen Bereich für Therapie im Freien.

 Verena und Nadine bei der Therapie mit Guillermo.Verena und Nadine bei der Therapie mit Guillermo.

 Guillermo konnte durch die Therapie schon viel von seiner Entwicklungsverzögerung aufholen.Guillermo konnte durch die Therapie schon viel von seiner Entwicklungsverzögerung aufholen.

Im großen Therapieraum befinden sich Therapiebälle, eine Therapieschaukel und eine kleine Kletterwand, um die Muskeln und die Sensorik der PatientInnen zu stimulieren. Gegenüber des großen Therapieraums können die Kinder in einem kleinen Sensibilitäts-Parcours ihren Tastsinn schärfen. Eine kleine Balancierstange, eine Stiege und eine schief angelegte Ebene laden zum Ausprobieren ein.

 Im Sensibilisierungs-Parcours mit Wiese, Kies und Sand trainieren die Kinder ihre taktilen Fähigkeiten.Im Sensibilisierungs-Parcours mit Wiese, Kies und Sand trainieren die Kinder ihre taktilen Fähigkeiten.

Im Krankenhaus in Moyogalpa trainierten Nadine und Verena mit den Kindern in einem großen Raum. Nun können sie in Einzelzimmern mit den PatientInnen arbeiten. Die Beiden merkten sofort, dass die geschaffene Privatsphäre die Konzentration während der Therapiestunde deutlich verbesserte. Zudem gibt es nun die Möglichkeiten weitere Therapiemethoden, wie therapeutische Gartenarbeit, anzuwenden. So wird die Feinmotorik und die Sinneswahrnehmung der PatientInnen verbessert.

Verena bei der Ergotherapie mit Jonathan.Verena bei der Ergotherapie mit Jonathan.

Nadine und Verena: Der kleine Therapieraum bietet ein ruhigeres Ambiente. Das ist für Kinder, die sich leicht ablenken lassen, wichtig. Außerdem können wir diesen Raum abdunkeln, um mit spezifischen Effekten, das visuelle System der Kinder anzuregen.“

Verena nimmt uns auf einen Rundgang durch das Therapiezentrum. Der Vater eines jungen Patienten beschreibt, welche Fortschritte sein Sohn durch die Therapie bisher gemacht hat.

Mit einer Projektpatenschaft das Leben der Kinder in Samaritano verändern!

In der Casa Samaritano behandeln wir derzeit 33 Kinder. Die häufigsten Diagnosen sind Entwicklungsverzögerungen, Zerebralparesen, genetische Syndrome (Down Syndrom), geistige Behinderung und Lernschwierigkeiten. Gemeinsam mit den Eltern suchen wir in der Physio- und Ergotherapie nach Lösungen für die anfallenden Alltagsschwierigkeiten, um so die Kinder so selbstständig wie möglich werden zu lassen. Samaritano wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Sie können helfen, indem Sie eine Projektpatenschaft für Samaritano übernehmen!