Renommierter Opus Prize an NPH Haiti-Leiter Father Rick Frechette verliehen

Rick Frechette leitet NPH in Haiti.
Rick Frechette leitet NPH in Haiti.

Der mit einer Million Dollar dotierte, international renommierte Opus Prize wird jährlich an stille Helden mit herausragendem Einsatz in der glaubensbasierten humanitären Hilfe verliehen.
Wien/Port-au-Prince – Die Nachricht über die Verleihung des 1-Million-Dollar-Opus Prize kam wie ein Sonnenstrahl nach langem Regen für den diesjährigen Preisträger Father Rick Frechette, Leiter von NPH Haiti. Angesichts der aktuellen, katastrophalen Lage in Haiti – Hungersnot und Cholera-Epidemie – ausgelöst durch die Ausläufer von Hurrikan Sandy, mögen eine Million Dollar wie ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, dennoch ist der Preis ein Zeichen der Hoffnung und wird vielen notleidenden Haitianerinnen und Haitianern, vor allem den Kindern, zu Gute kommen.

Über den Opus Prize

Der Opus Prize wird jährlich von der Opus Prize Foundation in den USA an stille Helden mit herausragendem Einsatz in der glaubensbasierten humanitären Hilfe vergeben. Der Hauptpreis ist mit einer Million Dollar dotiert, der zweite und dritte Platz mit jeweils 100.000 Dollar. „Stille Helden“ deshalb, weil die meisten Empfänger des Preises keine weltbekannten Persönlichkeiten sind. Mit ihrem Einsatz gegen gravierende soziale Probleme wie Armut, Hunger, Krankheiten und Ungerechtigkeit leisten sie jedoch große Veränderungen für viele Menschen und ganze Regionen.

Father Rick: Ein stiller Held in Haiti

Herausragend – das ist der Einsatz von Father Rick Frechette auf jeden Fall: Seit 25 Jahren kämpft der Priester und Arzt tagtäglich gegen Hunger, Tod, Armut und Krankheit in Haiti. Er leitet dort das Kinderhilfswerk NPH (Nuestros Pequeños Hermanos), das in Haiti seit 1987 besteht. Es war nach Mexiko (1954) das zweite Kinderdorf von NPH – heute gibt es elf NPH-Kinderdörfer in neun lateinamerikanischen Ländern. Als Father Rick zum ersten Mal nach Haiti kam, war er noch kein Arzt, sondern nur Priester. Doch er sah die größte Not – fehlende medizinische Versorgung für die Ärmsten – also ging er für einige Jahre in seine Heimat USA zurück, um Medizin zu studieren und als Arzt wieder nach Haiti zurückzukehren, wo er seine Lebensaufgabe gefunden hat.