Offene Türen bei NPH Österreich

Am 24. Jänner öffneten wir die Türen unseres NPH-Österreich-Büros für Unterstützerinnen, Unterstützer und Interessierte. Die gebürtige Niederösterreicherin Maria Hanzal, die Mitte Jänner von ihrem zweijährigen Freiwilligeneinsatz zurückkehrte, nahm uns mit auf eine Reise in das NPH-Kinderdorf in Honduras. Maria arbeitete untertags als Ergotherapeutin und abends als Tía (Kinderbetreuerin). Kurz nachdem sich Maria vorstellte, kam schon die erste Frage:

“Was ist denn bitte Ergotherapie?”

Ergotherapeutin und ehemalige Freiwillige Maria Hanzal. Zwei Jahre lang war sie Therapeutin und Bezugsperson für viele Kinder im NPH-Kinderdorf in Honduras. (c) NPH Österreich
Ergotherapeutin und ehemalige Freiwillige Maria Hanzal. Zwei Jahre war sie Therapeutin und Bezugsperson für viele Kinder im NPH-Kinderdorf in Honduras. (c) NPH Österreich

Die Ergotherapie behandelt Menschen, die Probleme haben, alltägliche Handgriffe auszuführen. Ergotherapeutinnen bzw. Ergotherapeuten sind Spezialistinnen bzw. Spezialisten darin, zu analysieren, wie eine Person diese Handgriffe in Zukunft ausführen kann. Dabei können Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten an den Fähigkeiten der Person arbeiten, die Umwelt anpassen oder die Handlung selbst verändern.

Mein Leben mit über 500 Kindern im NPH-Kinderdorf in Honduras

Bei über 500 Kindern, die im Kinderdorf leben und mehren Hundert Kindern, die die Kinderdorf-Schule besuchen, braucht es eine gute Struktur und viele helfende Hände. (c) NPH Österreich
Bei über 300 Kindern, die im Kinderdorf leben und mehreren hundert externen Kindern, die die Kinderdorf-Einrichtungen nutzen, braucht es eine gute Struktur und viele helfende Hände. (c) NPH Österreich

Der Alltag der Kinder im NPH-Kinderdorf in Honduras beginnt früh – um 5 Uhr morgens. Bei über 300 Kindern muss der Tag gut strukturiert sein – vom Aufstehen, Anziehen, Frühstücken, Zähne putzen, in die Schule gehen und Hausaufgaben machen bis zu den täglichen Aufgaben. Denn jedes Kind im Kinderdorf hat eine Aufgabe, um mitzuhelfen und etwas zum Gemeinwohl beizutragen. Das kann zum Beispiel sein, die Wäsche abzuholen, den Boden des Wohnhauses zu wischen oder im Garten/auf dem Feld mitzuhelfen. So haben die Kinder die Gewissheit: “Ich kann meiner Familie helfen.”

Strenger Zeitplan, fixe Aufgaben und viel Zeit zum Spielen

Nach getaner Arbeit haben die Kinder viel Zeit zum Spielen. Dafür finden sie im Kinderdorf in Honduras einige Möglichkeiten: am Fußballplatz, auf den Kinderspielplätzen, in ihren Hogars (Wohnhäusern) oder einfach auf einer Wiese, wo sie sich Spiele ausdenken. Wunderbar waren auch die Veranstaltungen jeden Samstag, die NPH-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für alle Kinder organisierten. Maria erzählte, dass diese Nachmittage/Abende eine tolle Möglichkeit waren, damit alle Kinder zusammenkommen und etwas miteinander unternehmen können. Wie es bei uns im NPH-Kinderdorf in Honduras aussieht, sehen Sie im Video:


In vielen Spinden warten Briefe von Patinnen und Paten

Jedes Kind hat seinen eigenen Spind mit seinen Habseligkeiten. In den meisten findet man Post von den Patinnen bzw. Paten der Kinder. Maria erzählt, dass die Kinder die Post ihrer Patinnen bzw. Paten stolz herzeigen. Es ist wichtig für sie, Post zu bekommen und zu wissen: “Wer ist meine Patin bzw. mein Pate? Woher kommt sie/er? Wie wichtig es für die Kinder ist, erzählt Jarvin im Video:

 

Patinnen und Paten stellten aktuelle Fragen zu ihrem Patenkind

 

Bei unseren Veranstaltungen stellen Patinnen und Paten uns regelmäßig Fragen zu ihrem Patenkind. Beim Tag der offenen Tür drehten sich viele Fragen um die Zukunft der Patenkinder:

  • Mein Patenkind wird bald 18 – wie geht es nun weiter?

    Wenn ein Kind 18 wird und offiziell volljährig ist, endet unsere Unterstützung nicht automatisch. Viele Kinder fangen erst später an, zur Schule zu gehen und werden dadurch später mit ihrer Ausbildung fertig. Die finanzielle oder soziale Situation ihrer Familie macht es für zahlreiche Kinder unmöglich zur Schule zu gehen. Die Schulgebühr und die Kosten für die vorgeschriebene Schuluniform übersteigen die Möglichkeiten vieler Familien in Lateinamerika. Wenn die Kinder Teil einer NPH-Kinderdorffamilie werden, gibt es verschiedene Förderprogramme, die den Kindern helfen, den verpassten Stoff aufzuholen. Unser Grundsatz bei NPH ist, dass jedes Kind sein volles Potenzial ausschöpfen können soll. Das bedeutet, dass wir Kinder, die studieren wollen, unterstützen und ihnen das Studium finanzieren – auch wenn sie erst später zu studieren beginnen. Viele Patinnen und Paten unterstützen und begleiten ihre Patenkinder über die Volljährigkeit hinaus.

 

Als Ergotherapeutin hat man wirklich viel zu tun

 

Für Ergotherapie gibt es im Kinderdorf großen Bedarf. Denn viele Kinder haben aufgrund der harten Lebensbedingungen vor NPH (Hunger, Vernachlässigung, Gewalt …) einen sogenannten “Entwicklungsrückstand”, wie man in der Fachsprache sagt. Dieser Rückstand schlägt sich physisch nieder – die Kinder sind zum Beispiel etwas kleiner als Gleichaltrige. Oft sind sie zu schwach, um motorische Fähigkeiten (einen Stift oder Besteck richtig zu halten …) oder sprachliche Fähigkeiten zu erlernen. Regelmäßige Ergotherapie hilft den Kindern, diesen Rückstand aufzuholen – das hat uns Maria ganz deutlich am Tag der offenen Tür bestätigt. Sie können wieder ganz normal am Unterricht teilnehmen und ihre Ausbildung fertigstellen. Warum das so wichtig ist? Weil in Lateinamerika eine gute Ausbildung das beste Mittel ist, um Armut zu verhindern.

Jetzt in der Veranstaltungs-Galerie blättern:

WIE SIE KINDERN HELFEN KÖNNEN

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Fit für den Alltag

30,00 60,00 

Viele Kinder sind in ihrer Entwicklung durch die jahrelangen harten Lebensbedingungen (Hunger, Vernachlässigung, Gewalt …) beeinträchtigt – physisch (sie sind zum Beispiel etwas kleiner als Gleichaltrige), motorisch (Fähigkeit, einen Stift oder Besteck richtig zu halten …) oder sprachlich. Regelmäßige Ergotherapie hilft den Kindern, diesen Rückstand aufzuholen bzw. zu erlernen, im Alltag mir ihren “Schwächen” zurecht zu kommen. Mit 30 Euro schenken Sie einem Kind zwei Wochen lang Therapiestunden, mit 60 Euro einen Monat lang. 

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Beschreibung

Viele Kinder sind in ihrer Entwicklung durch die jahrelangen harten Lebensbedingungen (Hunger, Vernachlässigung, Gewalt …) beeinträchtigt – physisch (sie sind zum Beispiel etwas kleiner als Gleichaltrige), motorisch (Fähigkeit, einen Stift oder Besteck richtig zu halten …) oder sprachlich. Regelmäßige Ergotherapie hilft den Kindern, diesen Rückstand aufzuholen bzw. zu erlernen, im Alltag mir ihren “Schwächen” zurecht zu kommen. Mit 30 Euro schenken Sie einem Kind zwei Wochen lang Therapiestunden, mit 60 Euro einen Monat lang.

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