Nur gemeinsam sind wir stark

NPH hatte in seinen 60 Jahren viele Erfolge zu feiern. Der größte Erfolg liegt jedoch in jedem einzelnen Kind, das in Liebe und Geborgenheit bei NPH aufgewachsen ist und die Chance auf eine bessere Zukunft bekommen hat. Doch die Arbeit von NPH wird nicht nur von Erfolgen, sondern auch von großen Herausforderungen begleitet, mit denen wir täglich zu kämpfen haben. Die größte Stütze dabei sind unsere Spenderinnen und Spender, die Freiwilligen und Freunde von NPH.

Unsere größten Erfolge: Bildung

Als Padre Wasson das erste Kinderdorf in Mexiko gründete, hatte er einen Traum: Eine eigene NPH-Schule. Die öffentlichen Schulen waren hoffnungslos überfüllt und es mangelte an Lehrpersonal. 1964 war es endlich soweit und NPH konnte seine eigene Schule eröffnen. Mittlerweile hat jedes Kinderdorf außer Peru eine eigene Schule. Bildung ist NPH ein zentrales Anliegen. Padre Wasson sagte schon damals: „Durch eine gute Bildung werden meine Kinder dem Teufelskreis der Armut entkommen.“

Bildung ist der Weg aus der Armut – davon war Padre Wasson überzeugt. © NPH

Der Schulabschluss bedeutet nicht, dass die Kinder das Kinderdorf verlassen müssen. Wenn sie den Willen und das Potenzial haben, können sie studieren – dabei werden sie von NPH unterstützt. Bereits 1979 hat NPH sein erstes Studentenwohnheim in Monterrey in Mexiko gegründet, wo die jungen Studenten gut untergebracht sind. Bereits zu dieser Zeit feierten wir unsere ersten Uni-Absolventen.  Einer von ihnen ist José Bahena.

Ein weiterer großer Erfolg im Bildungsbereich sind die NPH-Lehrwerkstätten, die NPH ab 1988 in den Kinderdörfern einführte. Eine gute Berufsausbildung ist in Lateinamerika Gold wert!

Gesundheit – ein kostbares Gut

Besondere Kinder brauchen besondere Aufmerksamkeit. 1989 eröffnete NPH Honduras in der Hauptstadt Tegucigalpa die Casa de los Angeles, das erste Haus für behinderte Kinder. Später wurden auch in den anderen Kinderdörfern spezielle Häuser für behinderte Kinder eingerichtet. Es ist uns wichtig, diese Kinder nicht einfach wegzuschicken, sondern ihnen einen Platz in der NPH-Familie zu geben.

Ebenfalls 1989 eröffnete Padre Wasson das erste NPH-Gesundheitszentrum in Pétionville, in Haiti. Der Großteil der haitianischen Bevölkerung lebt in Armut und hat keinerlei Zugang zur medizinischen Versorgung. 2006 wurde das NPH-Gesundheitszentrum durch das NPH-Kinderkrankenhaus St. Damien in Tabarre, Port-au-Prince, ersetzt.

Im nph-Kinderkrankenhaus St. Damien wurden 2011 rund 80.000 Kinder behandelt
Das NPH-Kinderkrankenhaus St. Damien ist eine Anlaufstelle für die Ärmsten und Kranken. © NPH

Hilfe zur Selbsthilfe

Im krisengebeutelten Haiti eröffnete NPH 2009 das Produktionszentrum Francisville. Hier gibt es unter anderem eine Bäckerei und eine Fabrik zur Produktion von Betonblöcken und Pflastersteinen. Damit helfen wir den Menschen im Land, indem wir Arbeitsplätze schaffen. Hilfe zur Selbsthilfe lautet die Devise.

2012 eröffnete NPH in Haiti außerdem die Franz von Assisi-Berufsschule. Hier bekommen Jugendliche eine fundierte Ausbildung und haben so bessere Zukunftsperspektiven.

Nachhaltigkeit – aus Liebe für die Umwelt

Bei unserer Arbeit legen wir großen Wert darauf, die Umwelt zu schonen und für kommende Generationen zu erhalten. Deshalb ist Nachhaltigkeit ein großes Thema bei NPH. 2013 haben wir auf dem Dach des NPH-Kinderkrankenhauses St. Damien eine Solaranlage erfolgreich installiert. So können wir Energiekosten sparen und schonen gleichzeitig die Umwelt. Auch in den anderen Kinderdörfern gibt es Nachhaltigkeitsprojekte, vor allem im Bereich der Landwirtschaft und Energiegewinnung.

Anerkennung von außen

Im Jahr 2012 gewann Richard Frechette, Leiter von NPH Haiti, den mit einer Million Dollar dotierten Opus-Preis. Es ist die bisher größte Anerkennung der Arbeit des Priesters und Arztes in Haiti, der schon seit über 27 Jahren für NPH im Einsatz ist.

Pater Richard ist seit fast 30 Jahren für NPH in Haiti im Einsatz. © NPH

In Honduras werden unsere Berufsschulabschlüsse mit der staatlichen CADERH-Zertifizierung ausgezeichnet. Dies ist eine wichtige Anerkennung und Aufwertung der Berufsausbildungen. Nachdem wir im Jahr davor aufgrund von Sparmaßnahmen nicht um die Zertifizierung ansuchen konnten, wurde sie unseren Berufsschulabsolventen 2013 wieder verliehen. Sie haben damit bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Jedes Kind ist ein Erfolg

2014 feiert nph sein 60-jähriges Bestehen. Mehr als 18.300 Kinder sind in den den NPH-Kinderdörfern seit der Gründung 1954 aufgewachsen. 18.300 Kinder, denen wir ein Zuhause, eine Familie und eine Kindheit in liebevoller Umgebung ermöglicht haben. Jedes einzelne von ihnen ist unser größter Erfolg!

Unsere größten Herausforderungen

Wo Licht ist, fällt auch Schatten. Die Arbeit von nph ist nicht immer einfach – täglich gilt es, Herausforderungen zu meistern.

Eine dieser Herausforderungen ist die stetig wachsende Kriminalität und Gewalt in Lateinamerika, die es notwendig macht, dass wir unsere Kinderdörfer schützen. Deshalb gibt es in jedem Kinderdorf Wachpersonal, um Einbrüche oder Schlimmeres zu verhindern. In Seminaren beschäftigen wir uns mit dem Thema Gewalt und versuchen sowohl den Kindern als auch den Mitarbeitern den richtigen Umgang mit Gewalt zu vermitteln – und der liegt in der Deeskalation.

Aufklärung zum Thema Gewalt ist NPH wichtig. © NPH

Eine weitere Herausforderung sind knappe oder fehlende finanzielle Mittel, weshalb wir schon Mitarbeiter aus dem Kinderkrankenhaus St. Damien, aber auch Lehrer aus der NPH-Schule in Mexiko entlassen mussten. Auch unsere Landwirtschaft leidet unter der schwierigen finanziellen Situation.

Die Erträge reichen noch nicht für eine komplette Selbstversorgung aus – wenn wir über entsprechende Mittel verfügen würden, könnten wir unsere Landwirtschaft weiter ausbauen und Mitarbeiter wieder einstellen.

Einwohner in den überfluteten Straßen in ihrer Wohngebiete.
Naturkatastrophen erschweren unsere Arbeit in Lateinamerika. © NPH

Vor Naturkatastrophen und Krankheiten ist niemand geschützt. Vor allem das schwere Erdbeben in Haiti 2010 oder der Choleraausbruch im selben Jahr haben uns zu schaffen gemacht. Durch die Unterstützung unserer Spender waren wir in der Lage, schnell und effizient zu helfen. Doch die Probleme in Haiti sind heute noch aktuell: Noch immer leben tausende Menschen in provisorischen Zelten, die nach dem Erdbeben errichtet wurden und auch die Cholera ist noch nicht besiegt. Die Ärzte und Schwestern in St. Damien arbeiten jeden Tag mit Hochdruck daran, Patienten zu heilen und Leben zu retten.

 

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