NPH setzt medizinische Standards in Haiti

Zwar konnte die Sterblichkeitsrate von Kindern in den letzten 25 Jahren um mehr als die Hälfte gesenkt werden – von 12,7 Millionen auf 5,9 Millionen Kinder jährlich. Doch noch immer sterben täglich 16.000 Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Zu diesen Ergebnissen kommt der Bericht „Levels & Trends in Child Mortality“, der Ende 2015 unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den Vereinten Nationen (UN) veröffentlicht wurde.

 

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Die Überlebenschancen dieser Kinder würden anders aussehen, wenn sauberes Wasser, genügend Nahrung, Impfungen und eine gute medizinische Betreuung vorhanden wären. Dafür setzt sich NPH seit über 60 Jahren in Lateinamerika und der Karibik ein.

 

Viele Kinder sterben an eigentlich gut behandelbaren Krankheiten

In den Ländern des globalen Südens sterben viele Babys, weil sie zu früh geboren werden oder Komplikationen während der Geburt auftreten. Krankheiten wie Lungenentzündungen, Durchfall, Malaria oder Unterernährung verursachen den Tod von Millionen von Kindern. Dabei sind diese Krankheiten sehr gut behandelbar.

 

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NPH verbessert die medizinische Versorgung für Kinder in Haiti wesentlich

 

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Das NPH-Kinderkrankenhaus St. Damien zählt zu den modernsten medizinischen Einrichtungen in Haiti. Das Krankenhaus hat 213 Betten und verfügt über eine Notaufnahme, Operationssäle, eine Ambulanz, Stationen für Infektionskrankheiten, eine Cholera-Station, die Kinderkrebsstation, Kreissäle, eine Neonatologie, ein Labor und eine Zahnklinik. Mehr als 400 Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegerinnen und –pfleger kümmern sich um die jährlich 60.000 bis 90.000 kleinen Patientinnen und Patienten. Rund 1.000 dieser Kinder sind an Krebs erkrankt.

 

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Neben der Versorgung der kranken Kinder sowie der Bekämpfung der Kinder- und Müttersterblichkeit setzt das Team des Kinderkrankenhauses den Fokus auf die Aus- und Weiterbildung. In Kooperation mit der haitianischen Universität Notre Dame D’Haiti und dem Bernard Mevs-Kinderkrankenhaus in Haiti bildet St. Damien Fachärzte für Pädiatrie aus. Dadurch wird die medizinische Versorgung im Land nachhaltig verbessert. Auch weitere medizinische Einrichtungen von NPH, wie z.B. eine Choleraklinik für Erwachsene, gibt es in Haiti.

 

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Medizinische Einrichtungen von NPH auch in anderen Projektländern

NPH trägt auch in Bolivien, der Dominikanischen Republik, Guatemala, El Salvador, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Peru zur Verbesserung der Gesundheitssituation bei – durch die Behandlung kranker Menschen in den medizinischen Einrichtungen von NPH, Gesundheits- und Hygieneschulungen und die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten, Krankenschwestern und Krankenpflegern. Für viele Patientinnen und Patienten ist die Behandlung in NPH-Einrichtungen kostenlos oder gegen einen symbolischen Beitrag möglich. NPH unterstützt damit das Menschenrecht auf Gesundheit und medizinische Versorgung. Dies ist nur dank Spenden möglich.

 

Olsons Kampf gegen den Krebs

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Der vierjährige Olson stammt aus Jacmel, einer Kleinstadt, die rund drei Stunden westlich der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince liegt. Im März 2015 klagte er öfter über Bauchschmerzen. Nachdem ein ortsansässiger Arzt dem Jungen nicht helfen konnte, überwies er ihn ins NPH-Kinderkrankenhaus St. Damien. Glück im Unglück für Olson: St. Damien ist das einzige Kinderkrankenhaus in Haiti, das über eine Kinderonkologie verfügt. Die Ärzte dort diagnostizierten bei Olson Krebs und leiteten umgehend die Behandlung ein. Von der Chemotherapie bekam der kleine Haitianer einige Nebenwirkungen wie Fieber und Erbrechen. Doch inzwischen geht es ihm besser. Wenn sich der Tumor verkleinert hat, wird Olson zur Strahlenbehandlung ins Robert Reid Cabral-Kinderkrankenhaus in die Dominikanische Republik reisen. Eine Strahlentherapie gibt es in Haiti bislang nicht. Olsons Familie und die Ärzte sind zuversichtlich, dass er den Krebs besiegen wird.

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