NPH Österreich: Zivildienst in Lateinamerika statt Kaserne in Österreich

Ex-Auslandszivildiener Nelsi Pelinku mit den Kindern vom NPH-Kinderdorf in der Dominikanischen Republik.
Ex-Auslandszivildiener Nelsi Pelinku mit den Kindern vom NPH-Kinderdorf in der Dominikanischen Republik.

Wer sich aus Gewissensgründen gegen die Wehrpflicht entscheidet, kann den Zivildienst leisten – das ist auch im Ausland möglich, zum Beispiel in einem NPH-Kinderdorf in Lateinamerika.
Wien, 23.01.2013 – Den Österreicherinnen und Österreichern liegt der Zivildienst am Herzen, das haben sie am vergangenen Sonntag bei der Volksbefragung bewiesen. Drei von vier Wählern, die sich für die Beibehaltung der Wehrpflicht entschieden haben, taten dies, um den Zivildienst zu erhalten.

Viele junge Männer wollen den Dienst mit der Waffe aus Gewissensgründen nicht leisten und entscheiden sich stattdessen für den Zivildienst, der eine gute Möglichkeit bietet, etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu leisten. Das ist auch im Ausland möglich, wenn die entsendende Organisation vom Innen- und Außenministerium anerkannt ist. Eine solche Organisation ist das Kinderhilfswerk NPH (Nuestros Pequeños Hermanos), das in vier seiner elf Kinderdörfer in Lateinamerika Zivildiener entsendet: nach Honduras, in die Dominikanische Republik, nach Guatemala und nach Peru.

 

 

Zivildienst im Ausland – ein prägendes Erlebnis

Seinen Auslandsdienst in einem NPH-Kinderdorf in Lateinamerika zu absolvieren, ist mit Sicherheit ein prägendes Erlebnis. Dies kann Nelsi Pelinku (21), ehemaliger Zivildiener in der Dominikanischen Republik bestätigen: „Ich bin froh, dass ich meinen Zivildienst für Österreich auf eine so sinnvolle Weise ableisten konnte. Ich wünsche mir, dass viele andere Menschen diese Möglichkeit wahrnehmen. Trotz der Unannehmlichkeiten, Mühen und Entbehrungen, die einer auf sich nehmen muss, wenn er in ein Entwicklungsland geht, so ist die Lebenserfahrung, das neu Gelebte, Gesehene und Getane doch all das wert“, so Nelsi. Ein Bericht über seinen Einsatz ist auf unserer Homepage zu finden.

Auslandszivildienst bei NPH: Was man wissen sollte

Ein Jahr im NPH-Kinderdorf zu arbeiten und zu leben bedeutet die Aufnahme in eine große „Familie“ wie sie bunter nicht sein könnte: Kinder aller Altersstufen, einheimische BetreuerInnen und Fachkräfte, freiwillige MitarbeiterInnen und Angestellte aus aller Welt leben hier zusammen. Die Zuneigung der Kinder, ihr Vertrauen und die Gewissheit, mit seiner Arbeit etwas Sinnvolles zu leisten, sind unbezahlbare Erfahrungen.
Voraussetzungen für den Auslandszivildienst bei NPH ist Freude an der Arbeit mit Kindern, ein Mindestalter von 21 Jahren und eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung. Wer das Mindestalter noch nicht erreicht hat, kann bei Vorliegen eines Vertrags mit der entsendenden Organisation einen Aufschub beantragen. Großes Verantwortungsbewusstsein, Weltoffenheit, Grundkenntnisse in Spanisch sind weitere Voraussetzungen für eine Mitarbeit im Kinderdorf. Näheres dazu und Informationen zum Bewerbungsablauf sind auf der NPH-Website zu finden.