NPH Österreich erhält ÖkoBusinessPlan-Auszeichnung der Stadt Wien

NPH Österreich Geschäftsführer Wolfgang Martinek bei der Verleihung der ÖkoBusinessPlan-Auszeichnung durch Umweltstadträtin Ulli Sima am 25. Februar 2013.
NPH Österreich Geschäftsführer Wolfgang Martinek bei der Verleihung der ÖkoBusinessPlan-Auszeichnung durch Umweltstadträtin Ulli Sima am 25. Februar 2013.

Das Büro des internationalen Kinderhilfswerks NPH in Wien wurde für seine nachhaltigen Leistungen für die Umwelt ausgezeichnet.
Wien, 27.02.2013 – Das Büro des internationalen Kinderhilfswerks NPH (Nuestros Pequeños Hermanos) in Wien wurde für sein nachhaltiges Engagement im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung wird offiziell bestätigt, dass NPH Österreich die Umwelt schont und gleichzeitig Betriebskosten spart.

Eine gesunde Umwelt für unsere Kinder

Die Projekte von NPH umfassen elf Kinderdörfer, Schulen, Kliniken und Werkstätten in neun Ländern Lateinamerikas sowie die Bereitstellung medizinischer Versorgung und schulischer Bildung für die Menschen in der Umgebung der Kinderdörfer. In den letzten 60 Jahren haben wir mehr als 17.500 Kindern in Lateinamerika das Aufwachsen in einer ursprünglichen, natürlichen Umgebung ermöglicht. NPH möchte eine gesunde Umwelt für die Zukunft der Kinder erhalten. Dazu tragen die Mitarbeiter/innen mit nachhaltigen Maßnahmen im Büro in Wien bei, sowie in den NPH-Kinderdörfern selbst.

Beispiele für Nachhaltigkeit in den NPH-Kinderdörfern

NPH Haiti: Die Kraft der Sonne nutzen
Haiti ist wirtschaftlich gesehen das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Doch eine Ressource ist reichlich vorhanden: die Sonne. Diesen Reichtum will NPH nutzen, um die Folgen der Armut zu bekämpfen. So plant NPH für 2013 die Installation einer Photovoltaik-Anlage für das Kinderkrankenhaus St. Damien in Haiti.

Mit der Umrüstung auf erneuerbare Energien wird das Kinderkrankenhaus unabhängig von der fragilen Infrastruktur Haitis und sichert wirtschaftliche sowie ökologische Vorteile. Neben der regenerativen Stromversorgung für unsere eigenen Einrichtungen zielt das Projekt auch darauf ab, die Einführung von Solartechnik in Haiti ganz allgemein zu fördern und das dafür notwendige Know-how in der einheimischen Bevölkerung aufzubauen.

NPH Mexiko: Aus Abfall wird Energie
Im NPH-Kinderdorf in Miacatlán in Mexiko leben mehr als 500 Kinder. Dementsprechend hoch war bisher der Energieverbrauch, denn die Grundversorgung der Kinder und Mitarbeiter/innen des Kinderdorfs muss stets gewährleistet sein. Die Kosten für Strom und Gas konnten dank einer Kooperation mit dem Internationalen Institut für erneuerbare Energien gesenkt werden, und zwar durch die Installation eines sogenannten „Biobolsa“-Systems, mit dessen Hilfe nutzbare Energie in Form von Gas und Dünger gewonnen wird.

Genutzt wird die Energie zum Kochen und für Biodünger im Gemüseanbau. Damit kann ein großer Teil der Grundversorgung der Kinder aus Eigenproduktion sichergestellt werden.

Das NPH-Kinderdorf profitiert vom „Biobolsa“-System indem weniger Kosten für Gas anfallen und der biologische Abfall wiederverwertet wird – bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt. Der Leiter der Farm im NPH-Kinderdorf in Mexiko, Medico Luis, hat berechnet, dass dieses System 30 % an Einsparungen bringt. Außerdem ist er froh, dass die Kinder sich nicht nur mit der Technik, sondern auch mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auseinandersetzen.

NPH Bolivien: Ökologische Landwirtschaft und Tierhaltung
Das NPH-Kinderdorf in Bolivien liegt 80 Kilometer nordwestlich der Stadt Santa Cruz. Fruchtbare Erde sucht man hier vergeblich, stattdessen bestimmt Sand die oberste Schicht des Bodens, auf dem das Kinderdorf gebaut wurde. Die Wälder der Tiefebene von Santa Cruz mussten riesigen Weideflächen weichen, natürliche Erosion hat so zu einer flächendeckenden Bodenverarmung geführt.

Aus diesem Grund hat NPH Bolivien im Jahr 2012 ein großes Wiederaufforstungsprojekt gestartet. Folgende Gesichtspunkte standen dabei im Vordergrund:

– Bei den Kindern das Interesse für ökologische Nachhaltigkeit zu wecken und sie an der Bearbeitung des Bodens teilhaben zu lassen.

– Den Kindern die Möglichkeit geben, einen Beruf im Landwirtschaftsbereich zu erlernen.

– Die Ernährung der Kinder zu verbessern.

– Eine größere Unabhängigkeit von den lokalen Lebensmittelpreisen zu erreichen.

Die Mitarbeiter/innen haben bereits einen Gemüsegarten angelegt, dem die Kinder den Namen „Huerto de la Amistad“ (Garten der Freundschaft) gaben. Außerdem wurde mit der Aufzucht von Schafen begonnen – ein Projekt, das von der österreichischen Botschaft in Peru und Bolivien unterstützt wird.

Die Projekte von NPH werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Seit 11 Jahren ist NPH Österreich Träger des Österreichischen Spendengütesiegels, Spenden an NPH Österreich sind von der Steuer absetzbar.

Spendenkonto: PSK 7.566.925 (BLZ 60.000)