NPH leistet Nothilfe auf Haiti nach Hurrikan Matthew.

NPH-Nothilfe auf Haiti

Das Ausmaß der Zerstörung von Hurrikan Matthew, der am 4. Oktober über Haiti mit mehr als 220 Kilometern pro Stunde hinwegfegte, ist gewaltig. In Haiti fehlt es derzeit an allem. Unsere NPH-Teams sind rund um die Uhr im Einsatz, um zu helfen, wo sie können.

Hurrikan Matthew ist die schlimmste Katastrophe für Haiti seit dem schweren Erdbeben im Jänner 2010. Nach aktuellen Medienberichten fielen über 1000 Menschen dem verheerenden Wirbelsturm zum Opfer, ganze Ortschaften wurden verwüstet und ein Großteil der Ernte zerstört. Die Angst vor einer erneuten Cholera-Epidemie ist groß.

urrikan Matthew bringt Zerstörung und Überschwemmungen nach Haiti. Die Menschen suchen verzweifelt Hilfe.

Unsere NPH-Kinder und -Teams sind körperlich unbeschadet davon gekommen. Jetzt helfen sie unermüdlich jenen, die nicht so großes Glück hatten: Sie verteilen zusammen mit unserer Partnerorganisation St. Luke hunderte Kilogramm dringend benötigter Lebensmittel wie Reis, Bohnen, Brot und Pasta sowie hunderte Liter Trinkwasser an Bewohner in den umliegenden Elendsvierteln und den schwer betroffenen Gemeinden im Südwesten Haitis.

NPH-Teams verteilen Lebensmittel und Trinkwasser nach Hurrikan Matthew in Haiti.

Unser Kinderkrankenhaus St. Damien bereitet sich auf einen drastischen Anstieg von Cholera-Fällen vor, denn es mangelt überall an sauberem Wasser. Der Hurrikan hat die sanitären Anlagen weitgehend zerstört. Dadurch treten jetzt Krankheiten auf, die durch verunreinigtes Trinkwasser hervorgerufen werden.

Das NPH-Kinderkrankenhaus bereitet sich auf einen drastischen Anstieg von Cholera-Fällen vor.

Die Schäden an unserem Babyhaus St. Anne und im Kinderdorf St. Helene müssen so schnell wie möglich behoben werden: Wände und Dächer müssen repariert, Bäume gefällt und weggeräumt sowie die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Viele Aufräumarbeiten sind bereits in vollem Gange.

Im NPH-Babyhaus St. Anne hat Hurrikan Matthew das Dach eingerissen.

Update von NPH-Mitarbeiterin Gena Heraty aus dem NPH-Kinderdorf in Kenscoff:

„Während des Sturms stellte ich mir Hurrikan Matthew als riesiger Drache vor, der alles um ihn zerstört. Ich hatte solche Angst, dass die Bäume auf unsere Häuser stürzen würden. Einige Bäume sind direkt neben die Kinderhäuser gestürzt, haben sie nur um wenige Zentimeter verfehlt. Wir hatten riesiges Glück im Kinderdorf, aber einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben alles verloren und kein Dach mehr über dem Kopf.”

Während des verheerenden Wirbelsturms sind im Kinderdorf viele Bäume umgestürzt.

Update von Pater Enzo del Brocco, Mitarbeiter von NPH und der Partnerorganisation St. Luke:

„Vorgestern haben wir versucht, auf dem Landweg in den Südwesten Haitis vorzudringen. Nachdem wir aus dem Hubschrauber das Ausmaß der Verwüstung gesehen haben, war uns bewusst, wie wichtig es ist, schnell Wasser und Lebensmittel zu den Menschen dort zu bringen. Wir Ihr wisst, hat der Hurrikan Häuser sowie tausende Hektar Äcker und somit die Ernte zerstört. Normalerweise dauert die Fahrt sieben bis acht Stunden. Dieses Mal haben wir 18 Stunden gebraucht! Die Straße ist voll mit Bäumen, Schlamm, Felsen und Trümmer. Wir mussten mitten in der Nacht Flüsse durchqueren, es ist unglaublich, wie hart unsere Mitarbeiter gearbeitet haben.“

NPH-Teams verteilen zusammen mit der NPH-Partnerorganisation St. Luke hunderte Kilogramm dringend benötigter Lebensmittel wie Reis, Bohnen, Brot und Pasta sowie hunderte Liter Trinkwasser in Haiti.

„Auf unserer Reise haben wir viele Menschen getroffen, die versuchen, zu einem normalen Leben zurückzukehren. Eine Frau antwortete mir auf meine Frage, wie es ihr geht: ‚Ich habe mein Haus verloren. Ich habe meinen Mann verloren. Aber ich habe keine Zeit zum Weinen, weil ich jetzt gehen und für mein Kind etwas zu Essen machen muss.‘“

Eine Frau in Haiti steht nach dem Hurrikan Matthew vor den Trümmern ihrer Existenz.

„Als wir in La Serengue mit Fischern gesprochen haben, wurde uns bewusst, dass sie bisher überlebt hatten, indem sie das Wasser der Kokosnüsse getrunken und das Fleisch der Nuss gegessen haben. Sie haben ihren gesamten Tierbestand verloren und haben sogar das Fleisch und den Kadaver der toten Tiere gegessen. Als wir Ihnen sagten ‚Ihr habt das Meer, warum geht ihr nicht fischen?‘ sagten sie: ‚Wir haben unsere Boote und unsere Netze verloren, wir können nicht einmal mehr fischen.‘“

Haiti braucht Sie jetzt! Unterstützen Sie uns mit Ihrer Notfallspende für Menschen in Haiti!

Folgen Sie uns: