NPH feiert 60 jähriges Bestehen

Das internationale Kinderhilfswerk NPH feiert 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt NPH Österreich – das österreichische Förderbüro – Unterstützer und Interessierte am 21.5., 18 Uhr, ins Lateinamerika-Institut.
Nuestros Pequeños Hermanos (NPH), Spanisch für „Unsere kleinen Brüder und Schwestern, wurde 1954 in Cuarnavaca, Mexiko, von dem jungen amerikanischen Priester William Wasson gegründet. Ein obdachloser Bub stahl Geld aus dem Opferstock, um seinen Hunger zu stillen. Padre Wasson besuchte ihn im Gefängnis und nahm ihn daraufhin bei sich auf. Am nächsten Tag übergab der Jugendrichter weitere Kinder in die Obsorge von Padre Wasson. Ende des Jahres lebten bereit 32 Straßenkinder unter seiner Obhut. Nuestros Pequeños Hermanos (NPH) war geboren.

In den NPH-Kinderdörfern leben über 3.250 Kinder.
In den NPH-Kinderdörfern leben über 3.250 Kinder.

NPH hilft mit elf Kinderdörfern in neun Ländern Lateinamerikas

Die Kinderdörfer bestehen aus Häusern für Buben und Mädchen, Schulen und Lehrwerkstätten, Landwirtschaft und Gärten sowie Spielplätzen. Durch eigene und ökologische Land- und Viehwirtschaft können die Kinderdörfer den Großteil des Lebensmittelbedarfs selbst decken. Der Rest wird auf regionalen Märkten eingekauft, um die lokale Wirtschaft zu stärken. BetreuerInnen, die von den Kindern liebevoll Tías (Tanten) und Tíos (Onkel) genannt werden, kümmern sich um die Kinder. 3.269 Kinder leben in den elf Kinderdörfern in Bolivien, Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Peru. Seit der Gründung 1954 sind über 18.000 Kinder in den NPH-Dörfern aufgewachsen.

 

 

 

 

Hilfsprogramme für über 100.000 Menschen jährlich

Über 100.000 Menschen profitieren jährlich von den NPH-Hilfsprogrammen.Über 100.000 Menschen profitieren jährlich von den NPH-Hilfsprogrammen. Über 100.000 Menschen profitieren jährlich von den NPH-Hilfsprogrammen.
Über 100.000 Menschen profitieren jährlich von den NPH-Hilfsprogrammen.Über 100.000 Menschen profitieren jährlich von den NPH-Hilfsprogrammen.

Die Kinderdorf-Kliniken stehen auch den Menschen in der Umgebung der Kinderdörfer zur Verfügung. Wolfgang Martinek, MAS, Geschäftsführer NPH Österreich: „Die medizinische Versorgung der Menschen ist uns ein großes Anliegen, aber auch die Schulung. Prävention durch Schulung ist in Lateinamerika ein starkes Thema. Denn viele Infektionskrankheiten – durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel – können so vermieden werden.“

Schulen: In unseren Kinderdorf-Schulen werden jährlich 2.100 Kinder aus der Umgebung unterrichtet. Die Kinder bekommen saubere Kleidung, Essen und die notwendigen Schulunterlagen. Zusätzlich profitieren auch die Familien der Kinder von den Kinderdorf-Hilfsleistungen wie Lebensmittelpaketen und medizinischer Versorgung.

Herausforderungen für die Zukunft

Martinek: „Als größte Herausforderung sehen wir die weitere Verbesserung der Infrastruktur in unseren Projektländern. Dazu zählen uneingeschränkter Zugang zu sauberem Wasser, Bereitstellung der medizinischen Grundversorgung und Bildungsangebote für „arme“ Gesellschaftsschichten. Denn nur mit einer guten Ausbildung kann man in Lateinamerika der Armutsfalle entkommen“. Unser nächstes Projekt wird der Bau eines neuen Therapiezentrums für körperlich und geistig behinderte Kinder in Nicaragua sein.

 

 

Samaritano – Therapiezentrum für behinderte Kinder:

Das Projekt Samaritano in Nicaragua für behinderte Kinder auf der Insel Ometepe.
Das Projekt Samaritano in Nicaragua für behinderte Kinder auf der Insel Ometepe.

Das Projekt wurde im März 2010 auf der Insel Ometepe im Nicaraguasee gegründet. Kinder mit Behinderung, die zuvor noch nie spezielle Betreuung erfahren haben, bekommen nun zum ersten Mal therapeutische und finanzielle Unterstützung. So können sie ihren Alltag viel selbstständiger bestreiten. Samaritano wird von den beiden österreichischen Therapeutinnen Nadine Gulyas und Verena Hackl geführt.

60 Jahr-Feier am 21.5. im Lateinamerika-Institut

Langjährige UnterstützerInnen, Freiwillige aus den NPH-Kinderdörfern und WegbegleiterInnen reflektieren die Arbeit von NPH in den vergangenen 60 Jahren und werfen einen Blick in die Zukunft.

 

 

 

 

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