Marlen mit einem Loch im Hals

Marlen ist sechs Jahre alt und lebt mit Ihrer Mutter auf der Insel Ometepe im Nicaragua-See.

Durch eine Hirnschädigung während der Schwangerschaft kam sie körperlich und geistig behindert auf die Welt. Mediziner bezeichnen diese Krankheit als kindliche Zerebralparese, die weder durch Medikamente noch durch eine Operation heilbar ist. Gegen die schmerzhaften Muskelkrämpfe hilft nur regelmäßige Physiotherapie.

Physiotherapie lindert Marlens Schmerzen

Physiotherapie lindert Marlens Schmerzen
Seit einigen Jahren ist Marlen in unserem Zentrum für Kinder mit Behinderung „Casa Samaritano“ auf der Insel Ometepe in Behandlung. Sie bekommt fast täglich Physiotherapie, damit sich ihre Muskeln lockern. Ohne Therapie hätte das Mädchen große Schmerzen. Deshalb nehmen Marlen und ihre Mutter Tag für Tag den Weg zu unserem Zentrum auf sich. Marlen ist nach der Therapie sehr entspannt und ihre Mutter lernt, welche Übungen sie mit ihrer Tochter zuhause machen kann.

„Wenn sie besonders entspannt ist, dann lächelt Marlen sogar“, erzählt die Vorarlbergerin Julia Spettel, Medizinische Koordinatorin bei NPH

„Wenn sie besonders entspannt ist, dann lächelt Marlen sogar“, erzählt die Vorarlbergerin Julia Spettel, Medizinische Koordinatorin bei NPH

NPH-Kinder-Therapie-Behinderung

Krämpfe schnüren Marlen den Hals zu

Links die Kanüle und rechts die Nase - beides braucht Marlen dringend, um atmen zu können.

Marlens Krampfanfälle wirkten sich auf ihre Atmung aus – ihr Hals verengte sich und sie bekam kaum Luft. Deshalb musste Marlen bereits als Baby operiert werden. Nun hat sie ein Loch mit einer Kanüle im Hals (Tracheotomie). Durch die Kanüle kann Marlen atmen und eine Nase (ein Aufsatz auf der Kanüle) filtert, wärmt und befeuchtet die Luft.

Große Sorge: keine Nasen und Kanülen für Marlen

Vor kurzem erreichte uns die Nachricht aus unserem Zentrum in Nicaragua, dass Marlens Kanüle und Nase getauscht werden müssen. Eine moderne Kanüle und Nase sollen die bisherige Metallkanüle ersetzen, die immer wieder schmerzhafte und gefährliche Entzündungen in Marlens Hals auslöste. Diese Infektionen können zu einer Lungenentzündung führen, die für das schwache Immunsystem von Marlen lebensbedrohlich ist.

Durch Spenden kann Marlen aufatmen

Marlen mit der alten Metallkanüle, die das Mädchen immer wieder plagte.
Endlich schmerzfrei atmen: Marlen mit der neuen Silikon-Kanüle und -Nase.

Dank der Spenden von NPH-Unterstützerinnen und -Unterstützern konnten wir Marlen schnell mit einer neuen Silikon-Kanüle und -Nase versorgen. Das Geld reichte sogar für einen Zwei-Jahresvorrat. Nachdem die neue Kanüle und Nase eingesetzt wurden, besserte sich Marlens Zustand rasch. Die Entzündungen gingen zurück und sie begann wieder zu essen.

Marlens Mutter ist glücklich, dass es ihrer Tochter deutlich besser geht:

„Marlen hat zugenommen, sie wirkt zufrieden und das macht mich glücklich. Jetzt können wir uns wieder voll auf die Physiotherapie im NPH-Zentrum Samaritano konzentrieren.“

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