Hurrikan Matthew bringt Zerstörung und Überschwemmungen nach Haiti. Die Menschen suchen verzweifelt Hilfe.

Hurrikan Matthew traf Haiti mit voller Wucht

Am Dienstag, 4.10.2016, erreichte Hurrikan Matthew die Küste Haitis: Es ist der stärkste tropische Wirbelsturm seit fast einem Jahrzehnt und richtet mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 220 Kilometern pro Stunde verheerende Schäden an.

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Straßen werden überschwemmt, Gebäude zerstört, Bäume stürzen um, Menschen bleiben ohne Strom und sauberes Trinkwasser zurück. Und das alles im ärmsten Land der westlichen Hemisphäre. Haiti ist ein von Naturkatastrophen und politischer Instabilität gebeuteltes Land. 80% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, sie müssen mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag auskommen.

Unsere NPH-Kinder und Teams sind nach dem Hurrikan in Sicherheit. Für unsere NPH-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es aber mehr als genug zu tun: Sie versorgen die Patienten in unserem Kinderkrankenhaus St. Damien, verteilen Wasser und Lebensmittel in den Elendsvierteln von Port-au-Prince und beginnen mit Aufräumarbeiten im Kinderdorf.

Nachricht von NPH-Nationaldirektor Fr. Rick Frechette am Mittwoch:

„Es gab viele Überschwemmungen und Schäden in Port-au-Prince. Wir haben den Tag damit verbracht, Essen und Versorgungsgüter in die Slums zu bringen, wo wir arbeiten. Wir haben aus unseren Vorratslagern alles mitgenommen, was wir haben. In Cite Soleil verteilen wir 6000 Brotlaibe und Wasser.“

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Nachricht von Dr. Gautier, Leiterin des NPH-Kinderkrankenhauses St. Damien in Tabarre am Dienstag:

„Hurrikan Matthew ist immer noch sehr stark im Süden Haitis und bewegt sich weiter Richtung Port-au-Prince. Es gibt schlimme Zerstörungen im Süden des Landes. Dächer wurden weggeweht, Überflutungen und auch die Kathedrale in Les Cayes, der drittgrößten Stadt in Haiti, ist beschädigt. Wir warten auf offizielle Aussagen über menschliche Schicksale, einige Tote sind bereits zu beklagen.

Wir erwarten einen Anstieg von Krankheitsfällen: Atemwegserkrankungen, Durchfall, Cholera.

In Port-au-Prince war die Nacht bisher relativ ruhig. Im Slum Cite Soleil gab es Schäden. In Kenscoff, wo sich unser NPH-Kinderdorf befindet, ist der Wind deutlich stärker.

Im Krankenhaus St. Damien schaut die Situation so aus: Unsere Mitarbeiter bleiben in der Klinik. Wir haben einen 24h Notdienst eingerichtet. Die Stationen für Entbindungen und Notfälle versorgen Patienten. Kinder, die auf unseren Stationen sind, werden weiterhin versorgt. Das Krankenhausgelände ist nicht überflutet, aber der nahe Fluss tritt über die Ufer.

Das St.-Anne-Babyhaus hat Wasserschäden, Kinder und Mitarbeiter sind aber in Sicherheit.“

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Nachricht von NPH-Mitarbeiterin Gena Heraty aus dem NPH-Kinderdorf in Kenscoff am Dienstag:

“Der Wind hier ist weiterhin bedrohlich. Auf der Rückseite unseres Hauses kann man sein eigenes Wort nicht verstehen – so laut ist der Sturm! Wegen der vielen Bäume auf dem Gelände ist es derzeit gefährlich aus dem Haus zu gehen. Viele große Äste sind abgebrochen, einige Bäume sind umgefallen. Alle Kinder sind in den Gebäuden.

In einigen Gebäuden weht der Wind das Regenwasser von außen durch Fenster und Türen. Freiwillige versuchen, es wieder trocken zu wischen.

In Kay Christine arbeiten wir mit einer Handvoll Angestellten. Keiner unserer Mitarbeiter konnte heute zur Arbeit kommen. Unser Nachtpersonal konnte nicht nach Hause und hilft deshalb hier.

Es ist dunkel – wir haben keinen Strom. So behelfen wir uns mit ein paar Solarlampen.”

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Bitte helfen Sie uns jetzt und spenden Sie für Nothilfe für Menschen in Haiti!