Fanny: Wenn es plötzlich an nichts mehr fehlt

„Wenn ich einmal groß bin, möchte ich Ärztin werden“, erzählt Fanny ihrem Tío (=Betreuer) mit einem strahlenden Gesicht, und ergänzt: „Ich möchte anderen helfen und mich um sie kümmern.“

 

Fanny stammt aus einem Vorort von Tela, einer Stadt im Norden von Honduras. Der Alltag ihrer Familie war von Armut geprägt.

„Städte in Honduras sind oft von Armutsvierteln umgeben. Viele Menschen suchen aufgrund der Perspektivlosigkeit am Land nach Arbeit in den Städten, aber wenn sie keine Stelle finden, müssen sie in den Vororten in extremer Armut leben. Kinder leiden aufgrund der Nahrungsmittelknappheit in diesen Orten am meisten“, erklärt unser Sozialarbeiter.

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Fanny bei ihrer Ankunft im Kinderdorf mit NPH-Präsident Reinhart Köhler: Ab jetzt muss das Mädchen keinen Hunger mehr leiden.

Vor NPH musste Fanny eine Zeitlang in einem staatlichen Kinderheim leben. 2014 beschloss das honduranische Familienministerium, viele Kinderheime zu schließen, weil sie ineffizient waren und den Kindern keine ausreichende Versorgung bieten konnten. So fanden Fanny, ihre Schwester Desiree und zwei ihrer Cousins im Dezember 2014 im NPH-Kinderdorf Rancho Santa Fe ein neues, liebevolles Zuhause. Bei ihrer Ankunft war Fanny stark untergewichtig und litt an Eiweißmangel und Blutarmut. Durch eine ausgewogene Ernährung, ärztliche Versorgung und liebevolle Betreuung hat sich Fanny zu einem gesunden und aufgeweckten Mädchen entwickelt. In nur einem Jahr ist sie schon ganze 15 Zentimeter gewachsen!

 

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Beim Spielen und Herumtollen mit ihren Freunden ist Fanny (rechts) einfach glücklich.
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Fanny mit ihrem Tío: „Es wäre toll, wenn sich Fannys großer Berufswunsch erfüllt. Als Ärztin könnte sie notleidenden Kindern, wie sie es selbst war, helfen.“

Bei uns kann Fanny auch endlich zur Schule gehen. 2015 schloss sie die Vorschule ab, was mit einer Zeremonie gefeiert wurde, und kam Anfang des Jahres in die erste Klasse. Sie ist mächtig stolz und berichtet vom Tag der Feier:

„Ich war sehr aufgeregt, weil es ein ganz besonderer Tag war. Ich habe eine Toga zum Anziehen und einen Hut bekommen.“

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Mit ihrer Lehrerin übt Fanny das Lesen. Besonders gern hat sie Geschichten über Prinzessinnen: „Mein absolutes Lieblingsbuch ist Schneewittchen!“

Ausgewogene Ernährung für ein gesundes Großwerden

Viele Neuankömmlinge im Kinderdorf sind anfangs unterernährt und in einem schlechten Gesundheitszustand. Gerade dann ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, damit die Kinder schnell wieder zu Kräften kommen. Neben viel frischem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau stehen auch Eier auf Fannys Speiseplan. Denn sie versorgen die Kleine mit wichtigem Eiweiß, das sie für ihre Entwicklung braucht. Fanny liebt ihre Leibspeise über alles und geht gerne in den Hühnerstall, um selbst Eier zu holen.

 

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Fanny (Mitte) sammelt gemeinsam mit ihrer Schwester Desiree (links) und ihrer Cousine Gaby (rechts) Eier im Hühnerstall im NPH-Kinderdorf in Honduras.
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Über so ein Abendessen freut sich Fanny: Eier, Bohnen, Tomaten und Tortillas (Teigfladen)

Möchten Sie Fanny und den anderen Kinder in unserem Kinderdorf in Honduras Küken schenken, damit sie auch in Zukunft genügend Eier essen können? Wir freuen uns über Ihre Spende!

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