Ergotherapeutin Verena zurück auf der Insel

Nach fünf Monaten Heimataufenthalt in Österreich ist Verena Hackl, Ergotherapeutin im NPH-Therapiezentrum „Samaritano“ wieder in Nicaragua angekommen. Gemeinsam mit ihrer österreichischen Kollegin Nadine Gulyas (Physiotherapeutin) setzt Verena ihre Arbeit auf der Insel Ometepe im Nicaraguasee, wo sich das Therapiezentrum Samaritano befindet, fort.

Auch Hausbesuche werden im Rahmen des Projektes Samaritano durchgeführt.
Auch Hausbesuche werden im Rahmen des Projektes Samaritano durchgeführt.

„Nachdem ich heute meinen ersten Arbeitstag hatte und Nadine und ich drauf und dran sind alles Nötige bis ins Detail zu planen, wissen wir gar nicht wo uns der Kopf steht – DOCH unser Herz sagt uns, wie wichtig und einzigartig diese Chance ist, weiter an den Zielen des Projektes Samaritano und somit im Sinne unserer Schützlinge tatkräftig aktiv zu sein“, so Verena.

Verena ist nach fünf Monaten Heimaturlaub wieder zurück in Nicaragua.
Verena ist nach fünf Monaten Heimaturlaub wieder zurück in Nicaragua.

Ein Haus wird gebaut

Ganz besonders freuen sich Verena und Nadine, die das Projekt Samaritano im Jahr 2010 gemeinsam mit zwei weiteren österreichischen Therapeutinnen ins Leben gerufen haben, dass sie schon bald mit dem Bau eines eigenen Samaritano-Hauses beginnen können. Derzeit sind sie noch in einem Raum im Krankenhaus der Hafenstadt Moyogalpa untergebracht. Das Grundstück für das neue Therapiezentrum „El Buen Samaritano“ ist bereits gekauft und liegt etwa 300 Meter vom Zentrum Moyogalpas entfernt. Das Haus wird aus einem größeren Aktivitäten- und Seminarraum bestehen, einem kleineren Koordinationsraum, einer Küche, einem Sanitärraum für PatientInnen, zwei kleineren Räumen und einem Sanitärraum für die TherapeutInnen.

 

Mehr als „nur“ Therapie

Verena hilft den Kindern ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern.
Verena hilft den Kindern ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern.

Das Projekt Samaritano wurde 2010 von österreichischen Physio- und Ergotherapeutinnen, die für das Kinderhilfswerk NPH (Nuestros Pequeños Hermanos arbeiteten, darunter Nadine und Verena, ins Leben gerufen. Derzeit bekommen 22 Kinder bei Samaritano regelmäßig Physio- und Ergotherapie, bei Bedarf auch psychologische Betreuung von einer lokalen Psychologin. Schwangere Frauen werden in Geburtsvorbereitungskursen beraten und Familien finanziell unterstützt wenn sie sich Arzt- oder Transportkosten zum Therapiezentrum nicht leisten können.

Laufende Weiterbildung der TherapeutInnen

Unsere TherapeutInnen bilden sich auch laufend weiter – so hat Nadine im Juli ihre Kinder-Bobathausbildung in Kolumbien abgeschlossen. Das Bobathkonzept ist eines der am meisten verbreiteten Therapiekonzepte in der Behandlung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit angeborener Zerebralparese und anderen neurologischen Erkrankungen.

Samaritano wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Sie können helfen, indem Sie eine Projektpatenschaft für Samaritano übernehmen!