Auf Entdeckungsreise im Kinderdorf in Honduras – Tag 8

1.300 Hektar groß, 469 Kinder und unzählige Bauten und das alles inmitten riesiger Kieferbäumen – das ist das NPH-Kinderdorf in Honduras. Elzer, unser Führer, ist selbst im Kinderdorf in Honduras aufgewachsen. Mit vier Jahren kam er mit seiner Schwester auf den Rancho Santa Fe (der Name des Kinderdorfes). Es war besonders schön, seine Geschichten zu hören und zu sehen, in welchem Haus er aufgewachsen ist.

 

NPH-Kinderdorf Rancho Santa Fe in Honduras

Das Kinderdorf ist ca. eine Stunde von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt und befindet sich in der Nähe von La Venta. Es wurde 1985 gegründet. Das Areal, auf dem das Kinderdorf beheimatet ist, ist sehr weitläufig. Es besteht aus über 13 Wohnhäuser für Kinder, drei Häuser für Kinder mit Behinderung, einer internen und einer externen Klinik, einem Operationszentrum, einem Kindergarten, einer Volks- und Mittelschule sowie Lehrwerkstätten.

Auf dem Weg zurück von der externen Klinik und dem Operationszentrum. (c) NPH

Im Operationszentrum – dem Holy Family Surgery Center – werden jährlich über 1.200 Operationen der verschiedensten Art durchgeführt. Zehn mal im Jahr kommen Chirurgenteams aus den USA, um Kinder aus dem Kinderdorf sowie Menschen aus der Umgebung zu operieren. Die nächste große so genannte „Medical Brigade“ wird im Januar 2015 eintreffen – insgesamt rund 120 Ärzte werden dann im Kinderdorf sein.

Der große Sport- und Versammlungsplatz im Kinderdorf. (c) NPH
LatinoTV bat die Patentocher der Familie Kahl, die ihr Medizinstudium abgeschlossen hat und ihren Turnusdienst derzeit absolviert, vor die Kamera. (c) NPH

Das Schuljahr dauert von Februar bis November, alle Kinder machen ab der siebenten Schulstufe neben der Mittelschule auch eine Lehre.

Eine der Schulen im Kinderdorf. (c) NPH

 

In den Lehrwerkstätten können die Kinder verschiedenste handwerklich Berufe erlernen, wie Schlosserei, Tischlerei oder Schusterei. Selbst wenn die Kinder ein Studium später anstreben, sollen sie trotzdem zuerst eine Lehre machen. Der Sinn dahinter ist folgender: Wenn sie ihr Studium abschließen und keinen Job finden, können sie zumindest immer auf ihren Lehrberuf zurück greifen.

Der Eingang zu den Lehrwerkstätten. (c) NPH
Zu Besuch bei der internen Klinik. Miriam, eine Schweizer Krankenschwester und Volontärin, führt uns herum. (c) NPH

 

Stimme einer Patin zum Rundgang

Elvira B.: „Das Kinderdorf ist riesengroß, eine kleine Stadt sozusagen, die alle Bedürfnisse der Kinder und der darin lebenden Personen abdeckt. … Es herrscht eine sehr entspannte, liebevolle Atmosphäre. Elzer, der uns durch das Dorf führt, wird von allen Kindern freudig begrüßt und umarmt. Die Krankenschwester aus der Schweiz will ihr Freiwilligenjahr verlängern, weil man für seine Mühe soviel zurück bekommt.“

 

 

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