Tiá Carla – Vorbild und Freundin zugleich

Tiá Carla – Vorbild und Freundin zugleich.

Sonntag ist Muttertag! Wie eine Mutter kümmert sich Kinderbetreuerin Carla um ihre Mädchen in unserem Kinderdorf in Bolivien. Sie ist ihnen ein Vorbild und oft eine Freundin, die ihnen beim groß werden Halt gibt.
Carla Betancourth Párraga ist ausgebildete Sozialarbeiterin und arbeitet seit fast zwei Jahren in unserem Kinderdorf in Bolivien. Im Haus Estrellas (Haus der Sterne) ist sie Tiá (Kinderbetreuerin) für dreizehn Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

 Betreuerin Carla (r.) mit Volontärin Zena Lapp (USA)

Betreuerin Carla (r.) mit Volontärin Zena Lapp (USA)

Zu Beginn war die Arbeit mit den Kindern nicht leicht, erzählt sie: „Die ersten drei Monate waren hart. Ich musste mir das Vertrauen der Mädchen verdienen. Doch als sie mir vertrauten, lief alles reibungslos.

„Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts“ (Friedrich Fröbel)

Seit Carla mit den Mädchen arbeitet haben sich die jungen Mädchen positiv verändert. Carla: „Sie sind höflicher geworden, helfen bereitwillig und teilen gerne“. Teilen ist bei NPH ein wichtiges Thema. Denn schon Mutter Theresa sagte: „Das einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen. “ Stolz erzählt Carla eine Geschichte, in der die Mädchen an einem heißen und sonnigen Tag einem der Angestellten, der etwas am Haus reparierte, ein kaltes Glas Wasser brachten.

 Carla hilft den Mädchen bei den Hausaufgaben.

Carla hilft den Mädchen bei den Hausaufgaben.

Carla: „Anfangs war ich wirklich streng mit ihnen, aber ich sehe jetzt, dass es sich ausgezahlt hat. Ich bin glücklich, dass sich die Mädchen so gut entwickeln. Ich genieße es zu sehen, dass sie zu großartigen Frauen heranwachsen“, sagt Carla.

Seinen Weg gehen und Träume verwirklichen

Die Mädchen sind wunderbar. Sie sind liebenswürdig, kreativ und schlau. “, erklärt Carla. Neben Grundlagen wie Bildung, zwischen Gut und Schlecht zu unterscheiden und vorausschauend zu denken, hat Carla die Mädchen immer ermutig die Stimme zu erheben und ihren Träumen zu folgen. „Ich möchte, dass sie begreifen, dass sie mehr sein können als das, was die Gesellschaft als ihr Schicksal ansieht. Sie sollen auf das hinarbeiten, was sie erreichen wollen.

 Alenia hat ihren Traum verwirklicht. Sie studiert Industriedesign.

Alenia hat ihren Traum verwirklicht. Sie studiert Industriedesign.

Betreuerin Carla vertraut auf die Fähigkeiten ihrer Mädchen und, dass sie ihre Träume verwirklichen können. Carla: „Diese Generation junger Mädchen ist anders als meine Generation oder die meiner Mutter. Meine Mädchen haben die Möglichkeit, ihr volles Potential zu entfalten und ihre Träume zu verwirklichen. Und dabei will ich ihnen helfen.“ Erfahren Sie mehr über die Träume unserer Kinder und, wofür sie dankbar sind:

Eine Familie, die Halt gibt

Rund die Hälfte der Kinder in unseren Kinderdörfern hat ihre Mutter verloren. Die anderen haben zwar eine Mutter, die sich jedoch nicht um ihre Kinder kümmern kann. Dieser Verlust bzw. die Trennung von der Mutter ist für die Kinder sehr schmerzlich. Daher ist es unsere höchste Priorität, ihnen Liebe und Geborgenheit in einem familiären Umfeld zu schenken. BetreuerInnen wie Carla nehmen diese wichtige Aufgabe an und kümmern sich mit viel Liebe und Verständnis um die Kinder. Unser pädagogisches Team unterstützt die BetreuerInnen bei dieser wichtigen Aufgabe.

Am Muttertag werden die Frauen bei NPH gefeiert

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In unseren Kinderdörfern ist es üblich, dass am Muttertag eine Feier für die Kinderbetreuerinnen, die „Tías“ (dt. Tante) veranstaltet wird. Es wird gesungen, gespielt, getanzt und viel gelacht. Die Verantwortung, die Tías wie Carla übernehmen, ist groß: Sie schenken den Kindern das gute Gefühl, jemanden zu haben, der für sie da ist. Sie vermitteln ihnen jene Werte, auf denen die Arbeit von NPH beruht: Liebe, Geborgenheit, Teilen, Verantwortung und Mitarbeit.

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