Eine gute Schulbildung ist in Lateinamerika wichtig, um aus der Armut auszubrechen.

Schule: So sieht es in Lateinamerika aus

Alle NPH-Kinderdörfer – mit Ausnahme von Peru – verfügen zumindest über eine eigene Grundschule. Die Kinder, die bei NPH Peru leben, besuchen öffentliche Schulen außerhalb des Kinderdorfes. In größeren Kinderdörfern, wie zum Beispiel in Honduras, können die Kinder ihre Ausbildung sogar bis zur Matura im Kinderdorf abschließen.

 

Das Schulsystem in Lateinamerika

Um beim Beispiel Honduras zu bleiben: Das Schulsystem gliedert sich in drei Teile: Kindergarten (drei bis sechs Jahre) und Vorschule, Grundschule (sechs bis 14 Jahre), und die Sekundarstufe (14 bis 17 Jahre), die bis zur Matura führt.

 

Eine gute Schulbildung ist in Lateinamerika wichtig, um aus der Armut auszubrechen.
Eine gute Schulbildung ist in Lateinamerika wichtig, um aus der Armut auszubrechen.

 

Die Sekundarstufe dauert, je nachdem für welchen Zweig sich die Kinder entscheiden, zwischen zwei und drei Jahre. Es gibt die Möglichkeit, sich auf den Eintritt in die Universität vorzubereiten (zwei Jahre), eine technisch-handwerkliche Ausbildung abzuschließen (drei Jahre) oder den pädagogischen Zweig für angehende Lehrer zu wählen, der ebenfalls drei Jahre dauert.

 

Bildung im NPH-Kinderdorf

In den NPH-Kinderdörfern legen wir großen Wert auf die Qualität der Ausbildung. Dies fängt schon beim Kindergarten an. In Honduras zum Beispiel haben wir einen Montessori-Kindergarten und eine Montessori-Vorschule. Grundschule, Sekundarschule und Lehrwerkstätten machen das Angebot komplett.

 

Bei NPH können die Jugendlichen verschiedene Berufe erlernen, wie zum Beispiel jenen der Schneiderin.
Bei NPH können die Jugendlichen verschiedene Berufe erlernen, wie zum Beispiel jenen der Schneiderin.

 

Jene Schüler, die eine höhere Ausbildung anstreben, haben in der Hauptstadt Tegucigalpa die Möglichkeit dazu. Sie werden von NPH mit Stipendien unterstützt und können im NPH-Studentenwohnheim in Tegucigalpa leben, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

 

Eine zweite Chance

Leider kommt es immer wieder vor, dass wir Kinder oder Jugendliche aufnehmen, die nicht oder nur unregelmäßig zur Schule gegangen sind. Da sie mit dem Unterrichtsstoff weit zurückliegen, haben wir für diese Kinder die Möglichkeit geschaffen, in sogenannten „Beschleunigungsklassen“ ihre Ausbildung schnell nachzuholen. So bekommen auch sie die Chance, einen Beruf zu erlernen und sich so eine bessere Zukunft aufzubauen.

 

Spezielle Programme bei NPH

Neben Montessori bietet NPH Honduras noch weitere spezielle Ausbildungsprogramme an. Es gibt zum Beispiel ein Programm für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Studenten können im Sommer Praktika absolvieren oder im Kinderdorf mitarbeiten. Apropos Mitarbeit: Alle Jugendlichen absolvieren nach der Sekundarstufe ein Familienjahr im Kinderdorf. So haben sie die Möglichkeit, der ganzen Gemeinschaft ein Stück von der Hilfe zurückzugeben, die sie selbst erhalten haben.

 

Besondere Bedürfnisse erfordern besondere Aufmerksamkeit: Das bekommen die Kinder bei NPH Honduras.
Besondere Bedürfnisse erfordern besondere Aufmerksamkeit: Das bekommen die Kinder bei NPH Honduras.

 

Interessantes Faktum zum Schluss: Das Schuljahr beginnt in Honduras im Februar und dauert bis November. Wenn bei uns Winter ist, haben die Kinder in Honduras also Sommerferien.

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