Das NPH-Mädchenstärkungsprogramm gibt Mädchen das Rüstzeug zur Emanzipation.

Der steinige Weg zur Gleichberechtigung

Der steinige Weg zur Anwältin in Honduras

Die Erwerbsquote der Frauen in Honduras liegt mit knapp über 40 % weit unter jener der Männer (80 %). Auch die Arbeitslosenrate ist bei Frauen wesentlich höher. Warum ist das so? Weil honduranische Frauen die Kinderbetreuung und den Haushalt alleine stemmen. Und, weil es von ihnen erwartet und eingefordert wird. Die Mädchen gehen nicht zur Schule, weil sie ja für den Haushalt und ihre Geschwister verantwortlich sind. Als Frauen arbeiten sie in Hilfsarbeiter-Jobs, weil sie keine Ausbildung haben.

In diesem Umfeld schien es Sandra Baca zunächst unmöglich ihren Traum zu verwirklichen: Sie wollte Anwältin werden.

„Hier in Honduras ist die Benachteiligung von Frauen alltäglich. Das fängt schon in der Familie an: Frauen wird beigebracht, den Haushalt zu führen, während der Mann arbeitet. Viele Mädchen gehen nicht zur Schule, weil sie zuhause mithelfen müssen“, so Sandra.

Heute ist Sandra 37 Jahre alt und erfolgreich als Anwältin tätig. Sandra wuchs gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Marta bei uns im Kinderdorf auf und bekam die Möglichkeit, zu studieren. Sie entschied sich sofort für Jura. Auch ihre Schwester studierte – Medizin. Heute arbeitet sie in der externen Klinik von NPH Honduras und versorgt unterversorgte lokale Gemeinschaften.

Emanzipation in Lateinamerika: Eine Rechtsanwältin fordert die Gleichberechtigung ein.

Vor NPH war es schwierig.

„Es war einfach alles schwierig: Wir konnten nicht zur Schule gehen, wir mussten den gesamten Haushalt schmeißen, es war kaum Geld da und wir hatten das Gefühl, das wird für immer so sein.  Das lässt dich auf Dauer einfach verzweifeln und abstumpfen.“

Sandra spricht noch heute davon, wie oft die Schwestern auf ihre Geschwister aufpassen mussten und wie beschwerlich die Arbeit war. Öfter spricht sie von den Möglichkeiten, die ihr die Ausbildung gegeben hat: Ein sicheres Einkommen, eine Wohnung, Essen, neue Kleidung und vieles mehr.

„Bei NPH war die Grundschulausbildung wirklich gut. So hatte ich keine Probleme, mich für ein Studium zu qualifizieren. Und mit der finanziellen Hilfe von NPH konnte ich mir auch das Studium leisten. Bei NPH hatte ich vor allem liebe und verlässliche Menschen, die mich berieten, mich führten und ermutigten.“

Die Unterstützung von NPH macht Schule und Studium möglich.

Geschlechterungleichheit ist in Honduras weit verbreitet.

„Es besteht ein geschlechtsspezifisches Lohngefälle. Es beginnt in der Familie, wo den Frauen beigebracht wird, die Hausarbeiten zu erledigen, während den Männern beigebracht wird, auf dem Feld oder im Büro zu arbeiten. Die Hausarbeit, die Frauen leisten, wird nicht bezahlt, sie wird nicht wirtschaftlich bewertet, und in den meisten Fällen wird sie als Verpflichtung für eine Frau angesehen, nur weil sie eine Schwester, eine Mutter oder eine Frau ist.“

Die Veränderung beginnt

“Heute beginnen in Lateinamerika Frauen eine andere und anspruchsvollere Rolle zu spielen, weil wir durch Bildung besser vorbereitet sind. Wir haben immer wieder gezeigt, dass wir auf dem Arbeitsmarkt einen guten Job machen können. Eine Frau zu erziehen bedeutet wirklich, die Menschheit zu erziehen. Kinder verbringen in jungen Jahren mehr Zeit mit ihren Müttern, und Studien zeigen, dass der wichtigste Einfluss auf den Bildungsstand eines Kindes der eigene Bildungsstand der Mutter ist. Frühe Elternschaft ist in Lateinamerika weit verbreitet, und Mutterschaft kann junge Frauen daran hindern, ihr Universitätsstudium fortzusetzen. Junge Frauen haben oft nicht die Unterstützung, ihre Kinder großzuziehen und gleichzeitig zu lernen.“

Helfen Sie jetzt mit – mit unserem Weihnachtsgeschenk „Chicas Poderosas“.

Schenken Sie einem besonderen Menschen in Ihrem Leben unser Weihnachtsgeschenk „Chicas Poderosas“. Damit unterstützt der oder die Beschenkte unser Mädchenstärkungsprogramm in Honduras für ein Jahr.

Für 60 Euro bereiten Sie Ihren Liebsten eine außergewöhnliche Überraschung und unterstützen gleichzeitig Mädchen in Honduras dabei, stark und unabhängig zu werden und eine gute Ausbildung zu erhalten. Denn dank Chicas Poderosas wachsen Mädchen zu starken jungen Frauen heran. Frauen, die ihr Recht auf Gleichberechtigung einfordern: Nein zu sagen, wenn ihnen Unrecht angetan wird, ihre Schul- und Berufsausbildung einzufordern und selbst zu entscheiden, ob, wann und wen sie heiraten und Kinder bekommen.

Damit Sie Ihren Lieben dieses besondere Weihnachtsgeschenk unter den Christbaum legen können, schicken wir Ihnen die Geschenksurkunde (auf Wunsch auf den Namen der beschenkten Person ausgestellt), eine selbst gebastelte Weihnachtskarte, einen kleinen Filzstern und ein Infoblatt zu „Chicas Poderosas“.

Mit unserem Weihnachtsgeschenk „Chicas Poderosas“ – einer Jahrespatenschaft für unser Mädchenstärkungsprogramm in Honduras – bedanken Sie sich auf außergewöhnliche Weise.
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